Lebensgefährliche Gleisüberquerung

Appenweier (BT) – Unbefugtes Betreten von Bahngleisen kann lebensgefährlich sein. Im Bahnhof Appenweier überquerten zwei junge Männer die Gleise, kurz bevor ein Zug einfuhr.

Auch im Bereich von Bahnhöfen dürfen Gleise nicht betreten werden. Foto: Thomas Frey/dpa

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Auch im Bereich von Bahnhöfen dürfen Gleise nicht betreten werden. Foto: Thomas Frey/dpa

Die beiden 20-Jährigen hatten sich Sonntagnachmittag im Bahnhof Appenweier in Lebensgefahr gebracht. Kurz vor einem einfahrenden Regionalzug überquerten sie gegen 14:45 Uhr unbefugt die Gleise. Der Lokführer leitete bei einer Geschwindigkeit von 160 km/h eine Schnellbremsung ein und kam noch rechtzeitig zum Stehen. „Gegen die beiden deutschen Staatsangehörigen wird nun wegen gefährlichem Eingriff in den Bahnverkehr ermittelt“, berichtet die Polizei.

Die Bundespolizei warnt

Die Gefahren, die beim Betreten von Gleisanlagen bestehen, werden aus bundespolizeilicher Erfahrung zumeist unterschätzt. Unfallursachen sind unter anderem unachtsames oder unsachgemäßes Verhalten auf Eisenbahnanlagen. „Seien Sie stets achtsam, wenn Sie sich an Orten aufhalten, wo sich Züge bewegen“, schreibt die Polizei in ihrer Mitteilung. Denn:

Züge durchfahren Bahnhöfe mit Geschwindigkeiten von bis zu 160 Stundenkilometern. Durch den entstehenden Luftsog können unmittelbar an der Bahnsteigkante befindliche Gegenstände in Bewegung geraten.

Züge können Hindernissen nicht ausweichen und haben einen sehr langen Bremsweg.

Züge nähern sich fast lautlos. Ein elektrisch betriebener Zug – selbst mit über 200 Stundenkilometern – ist für das menschliche Ohr erst wahrnehmbar, wenn er bereits vorbeifährt!

Züge fahren auch außerhalb des ausgehängten Fahrplanes und können ein Gleis in beide Richtungen befahren.

„Überqueren Sie die Gleise ausschließlich an den Stellen, die dafür offiziell vorgesehen sind!“, so der Rat der Polizei.

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Erstellt:
24. Mai 2021, 09:00 Uhr
Lesedauer:
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