Leckere Praxis für Auszubildende

Gernsbach (ham) – Das Restaurant Schloss Eberstein stellt trotz Corona weitere Nachwuchskräfte ein. Diese bieten an Wochenenden ein eigenes „To go“-Angebot.

Die Auszubildenden auf Schloss Eberstein bieten in ihrem „To go“-Projekt der Laufkundschaft sowohl Burger als auch Vegetarisches an. Foto: Schloss Eberstein

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Die Auszubildenden auf Schloss Eberstein bieten in ihrem „To go“-Projekt der Laufkundschaft sowohl Burger als auch Vegetarisches an. Foto: Schloss Eberstein

Erst einen Fleischkäse- oder einen Krustenbraten-Burger vom Jungschwein, jeweils mit Zwiebeln und Salat samt Cocktailsoße. Danach als leckeren Nachtisch einen Riesen-Windbeutel „Schwarzwälder Kirsch“ oder einen mit Erdbeeren, Mandel und Eierlikör. Mit diesem neuen „To go“-Angebot verzaubern die elf Auszubildenden auf Schloss Eberstein seit dem vergangenen Wochenende die Laufkundschaft.

Dank dieses Projekts, das sie von ihrer Schule als Auftrag erhalten haben, bekommt die Ausbildung der derzeit elf Nachwuchskräfte auf Schloss Eberstein wieder mehr Sinn, freut sich Chef Bernd Werner. In der schweren Corona-Zeit schlage sein Unternehmen damit „zwei Fliegen mit einer Klappe“: Zum einen kann seine Küche so jeden Samstag und Sonntag von 12 bis 17 Uhr auf dem Schlossgelände „Gäste mit tollen Leckereien“ für kleine Preise die schwere Zeit „während des Lockdowns etwas verschönern“.

Zum anderen lernen die Azubis in der Praxis auch wieder etwas, nachdem der Gourmettempel auf den Höhen über Gernsbach am 1. November wegen Corona seine Pforten bis heute schließen musste. Die drei angehenden Veranstaltungskauffrauen mussten die rechtlichen Voraussetzungen für die Teilöffnung mit der Stadtverwaltung klären. Die vier Köche und zwei Köchinnen sowie die zwei Restaurantfachmänner kümmerten sich um das Speiseangebot und begeisterten sich für ein „Burger-Konzept auf die Hand“. Um auch Vegetarier zu verwöhnen, gibt es wahlweise – passend zur Saison – einen Spargelsalat, Pommes mit Bergkäse oder Windbeutel, deren Füllung von der Schwarzwälder Kirschtorte inspiriert wurde.

39 Festangestellte und 33 Teilzeitkräfte

Laut Bernd Werner kam es für ihn nicht in Betracht, die Azubis in Kurzarbeit zu schicken. „Das geht gar nicht“, unterstreicht er entschieden und sieht sich seiner Auszeichnung mit der „Chefs Trophy Ausbildung 2019“ als bundesweit bester Ausbildungsbetrieb weiter verpflichtet.

Wann die 39 Festangestellten sowie 33 Teilzeitkräfte beziehungsweise Minijobber wieder Gäste im Restaurant begrüßen dürfen, mag Werner nicht orakeln: „Ich wage keine Prognose mehr“, ist er wie jeder in seiner Branche vorsichtig geworden. Obwohl Werner vorerst „keine Perspektive“ sieht, betont er: „Wir lassen den Nachwuchs nicht im Regen stehen! Die Investition in Auszubildende hat sich für uns immer gelohnt. Wir haben unsere Chefkochs alle selbst ausgebildet.“ Daher hat Schloss Eberstein bereits vier neue Verträge mit Auszubildenden abgeschlossen. Der Lockdown muss ja irgendwann enden ...

Ihr Autor

BT-Redakteur Hartmut Metz

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Erstellt:
23. April 2021, 15:53 Uhr
Lesedauer:
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