„Let’s Dance“-Stars als Juroren und Tänzer

Von Veruschka Rechel

Baden-Baden (vr) – Nach zweijähriger Pause ist der „Golden Colibri“ beim European Dance Award im Kurhaus verliehen worden. Europas talentierteste Tänzer haben darum konkurriert.

„Let’s Dance“-Stars als Juroren und Tänzer

Gewinner des Abends: Martina Waldmann und Alexander Moncada. Sie ist eine Tango Argentino-Berühmtheit, er wurde in Kolumbien vierzehn Mal Tango-Meister. Foto: Veruschka Rechel

Der Bénazetsaal im Kurhaus Baden-Baden war zum achten Mal ein wunderschöner Rahmen für Europas beste Tanzshow. Europas talentierteste Tänzer rangen um den „Golden Colibri“, den Paten des European Dance Awards (EDA), der ihm in Schönheit, Schnelligkeit und Anmut ebenbürtig ist.

Sechs hochkarätige Tanzshows verschiedener Stile standen im Wettbewerb um den kleinen, schillernden Luftakrobaten, der dem Sieger in Form eines goldenen Pokals verliehen wird – zusammen mit einem Preisgeld von 5.000 Euro. Zweimal musste der EDA coronabedingt ausfallen. Umso mehr freuten sich die Veranstalter, Baden-Baden Events und Gutmann Events Freiburg, über die Neuauflage der Tanzveranstaltung, die vor allem auch ein jüngeres Publikum ins Kurhaus locken sollte. Die Rechnung ging auf: Neben Alt war auch Jung reichlich vertreten. Die Besucher standen – neben den Tänzern – im Mittelpunkt: Denn sie stimmten gemeinsam mit einer fachkundigen Jury darüber ab, wer den „Golden Colibri“ mit nach Hause nehmen durfte.

Kizomba und Linmdy Hop

Publikum wie Fachjury hatten die Qual der Wahl, denn alle Tänzer waren auf ihrem Gebiet großartig. Zu den fünf Juroren gehörten die Profitänzer Katja Kalugina und Sergiu Luca, beide bekannt aus der TV-Show „Let’s Dance“. Als erstes Showpaar präsentierten sich Nuno und Nágyla. Sie begannen 2009 gemeinsam das Tanzen. 2010 wurden sie Weltmeister im Kizomba. Danach entwickelten sie ihr tänzerisches Können nicht nur in afrikanischen Rhythmen weiter, sondern auch in lateinischen, Ballett und Contemporary. Durch diese Vielfalt an künstlerischem Ausdruck bestechen ihre Shows mit besonderer Kreativität und Musikalität.

Etwas anderes, aber nicht weniger eindrucksvoll, boten William Mauvais und Maëva Truntzer mit ihrem Lindy Hop. Sie begann ihre Karriere als Vierjährige mit Modern Jazz Dance. Zehn Jahre später lernte sie William Mauvais kennen, und ein Jahr darauf ertanzten sie ihren ersten von insgesamt vier Weltmeistertiteln im Boogie Woogie. Seit 2011 tanzt das Paar aus Südfrankreich mit großem Erfolg Lindy Hop.

Erfolgreich sind ebenfalls Renata und Valentin Lusin, denn 2021 krönten sie ihre Karriere mit dem WM-Titel in der Kür Standard. Beide sind als beliebte Profitänzer ebenfalls Teil der Erfolgsshow „Let’s dance“ und galten als Anwärter auf den diesjährigen „Golden Colibri“. Doch der flog zu Martina Waldmann und Alexander Moncada. Sie ist eine Tango Argentino-Berühmtheit, und er wurde in Kolumbien vierzehn Mal Tango-Meister. Zusammen zeigten sie hingebungsvoll sinnlichen Tango Argentino par excellence und erwiesen sich damit als würdige Gewinner des Goldpokals.

„The „Magic Feet“ heißt die Crew, mit der Ditto Winterstein beim EDA auftrat. Er tanzte bereits mit vier Jahren Breakdance und wurde mit seiner Formation „Dreamscapes“ Europa- und Weltmeister.

Zum Abschluss tanzten die gebürtigen Ukrainer Denys Drozdyuk und Antonina Skobina Latein zum Niederknien. Sie leben in New York, sind die Gesellschaftstanz-Stars in Amerika und treten weltweit auf renommierten Tanzgalas und Festivals auf.

Besucher schwärmen: Hier stimmt alles!

Mit dem EDA setzte die internationale Bäder- und Kulturstadt Baden-Baden erneut hohe Maßstäbe in Sachen Galaball. „Wir sind erst kürzlich aus Heidelberg hierher gezogen und ganz begeistert über diese tolle Veranstaltung. Hier stimmt einfach alles“, brachte es Besucherin Angela Fahr auf den Punkt. Dazu Shows, Publikumstanz mit der hervorragenden Band „The Real Push“ und DJs in einem der schönsten Ballsäle Deutschlands. Das konnte nur eine unvergessliche Nacht werden.