Leuchtsignale für Frauenrechte in Baden-Baden

Baden-Baden (ans) – Baden-Baden sagt „Nein zu Gewalt an Frauen“: Und zwar, indem dort ab dem 25. November bis zum 10. Dezember täglich viele Gebäude und Fenster in orangefarbenem Licht erstrahlen.

Astrid Mehrfeld (links) und Margret Mergen mit der Flagge der Organisation Terre des Femmes. Foto: Stadt Baden-Baden

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Astrid Mehrfeld (links) und Margret Mergen mit der Flagge der Organisation Terre des Femmes. Foto: Stadt Baden-Baden

Am 25. November findet der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen statt. Rund um den Globus setzen orangefarbene Lichter Fenster und Gebäude in Szene und machen damit auf dieses Thema aufmerksam. In Baden-Baden beteiligen sich der Zonta-Club und die Soroptimisten gemeinsam an der Aktion und laden ab sofort ab 17 Uhr zu einem Spaziergang durch die beleuchtete Innenstadt ein.

Weltweit steige die Zahl der Gewalttaten gegen Frauen, aber auch in Deutschland, warnte die Kanzlerin anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen. Die Bundesregierung setze sich dieser Entwicklung mit aller Kraft entgegen. Die statistischen Fakten nannte Merkel „beklemmend“: Jede dritte Frau in Deutschland sei mindestens einmal im Leben von physischer oder sexualisierter Gewalt betroffen, alle 45 Minuten werde eine Frau durch aktuelle oder ehemalige Partner verletzt oder angegriffen. „Jeder einzelne Fall erzählt eine schreckliche Geschichte und steht für ein schlimmes Schicksal“, sagte die Kanzlerin.

Soroptimistinnen und Zonta-Club engagieren sich

Auch in Baden-Baden engagieren sich Menschen gegen Gewalt an Frauen. Die Soroptimistinnen und der Zonta-Club illuminieren ab dem 25. November bis zum 10. Dezember täglich ab 17 Uhr bis Mitternacht viele Gebäude in Orange. Beleuchtet werden unter anderem das Festspielhaus, die Trinkhalle und das Theater. Auch in der Weststadt, in Oos und in Sandweier werden Gebäude angestrahlt. Ebenso beteiligen sich das Richard-Wagner-Gymnasium, das Cineplex-Kino und die Shopping Cité neben zahlreichen weiteren Geschäften und Institutionen.

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Leuchtsignale für Frauenrechte in Baden-Baden
Auch aus einem anderen Blickwinkel ist die Lichtinstallation, die auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen soll, auffällig. Foto: Leonard Suchanek

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Leuchtsignale für Frauenrechte in Baden-Baden
Die Caritas beteiligt sich ebenfalls an der Aktion, hier ist das Wohnheim in Oos orange illuminiert. Foto: Leonard Suchanek

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Leuchtsignale für Frauenrechte in Baden-Baden
Am Europakreisel, der Einfahrt in die Stadt, ist die Aktion weithin zu sehen. Foto: Leonard Suchanek

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Leuchtsignale für Frauenrechte in Baden-Baden
Die Friedenskirche leuchtet noch bis 10. Dezember jeden Abend orange. Foto: Leonard Suchanek

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„Zonta sagt Nein zu Kinderehen“, steht auf einem T-Shirt, das im Umfeld der Shopping-Cité aufgehängt worden ist. Foto: Leonard Suchanek

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„Bis zum 10. Dezember, dem Welttag der Menschenrechte, wird die Aktion jeden Abend stattfinden“, so Cornelia Geiger-Markowsky, Präsidentin der Soroptimisten Baden-Baden. So kann sich jeder Interessierte in den kommenden Tagen selbst auf den Weg machen.

Fünf Infostände in der Innenstadt

„Dieses Jahr planen wir das Projekt das erste Mal gemeinsam mit den Zontas“, sagt Geiger-Markowsky. Insgesamt werde es fünf Infostände geben. Platziert sind diese bei der Stadtbibliothek, der Trinkhalle, beim Festspielhaus, beim Theater und beim Standesamt. Ziel des Projekts sei es, Menschen für das Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu sensibilisieren. Daher rufe sie jeden, der sich beteiligen möchte, dazu auf, am eigenen Fenster orangefarbene Lichter aufzustellen.

Neben vielen weiteren Institutionen und Geschäften beteiligt sich auch das Theater an der Aktion, bei der bis zum 10. Dezember täglich Gebäude in Orange leuchten. Foto: Sabine Voss

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Neben vielen weiteren Institutionen und Geschäften beteiligt sich auch das Theater an der Aktion, bei der bis zum 10. Dezember täglich Gebäude in Orange leuchten. Foto: Sabine Voss

„Die Bereitschaft mitzumachen war dieses Jahr riesig“, sagt Sabine Voss, Mitglied des Zonta-Clubs Baden-Baden. Beinahe jeder, den sie angefragt habe, habe zugesagt. Es berühre sie sehr, wie viele Leute aktiv werden und sich mit diesem Thema auseinandersetzen wollen. Auch in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis konnte sie viele für die Aktion begeistern, freut sie sich.

Flagge von Terre des Femmes gehisst

Außerdem zeigt die Stadt Baden-Baden noch auf anderem Wege Flagge gegen Gewalt an Frauen. Anlässlich des jährlichen Aktionstags „Nein zu Gewalt an Frauen“ hisst die Stadtverwaltung Baden-Baden am Mittwoch die Flagge der Terre des Femmes „Gewaltfrei leben“am Rathaus sowie am Kundenzentrum des Fachbereichs Bildung und Soziales. Dies sollen sichtbare Signale gegen Diskriminierung und Gewalt gegenüber Frauen sein, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Baden-Baden.

Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen geht zurück auf die Ermordung von drei Freiheitskämpferinnen in Lateinamerika, informiert die Pressestelle weiter. Im Gedenken an diese Tat wurde der „Tag gegen Gewalt an Frauen“ 1981 bei einem Treffen von lateinamerikanischen und karibischen Feministinnen ausgerufen. 1999 wurde der 25. November dann von den Vereinten Nationen offiziell als Gedenktag anerkannt. Die Menschenrechtsorganisation Terre des Femmes ruft jährlich zu diesem Gedenktag auf. Gerade in diesem Jahr komme dem Aktionstag eine besondere Bedeutung zu: Coronabedingt gibt es bundesweit mehr Fälle von häuslicher Gewalt.

Zudem unterstützt die Stadt Baden-Baden die gemeinsame Aktion von Soroptimist und Zonta. Wer bei der Aktion mitmachen und ein Zeichen setzen möchte, kann sich mit einer der von der Stadtverwaltung gehissten Flaggen oder vor einem von Soroptimist und Zonta beleuchteten Gebäude fotografieren. Das Bild kann unter den Hashtags #badenbadenzeigtflagge, #gegengewalt, #orangeyourcity, #zontabadenbaden in den Sozialen Medien hochgeladen und mit anderen geteilt werden.

Hinweis: In einer früheren Version hieß es, dass auch die Akademiebühne an der Aktion teilnimmt. Das ist falsch. Die Akademiebühne erstrahlt im Rahmen der Aktion „ Alarmstufe Rot“, mit der die Veranstaltungsbranche auf ihre existenzbedrohende Situation aufmerksam machen möchte. Aus einem ähnlichen Grund hat man auch bei der „Night of Light“ mitgemacht. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

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Erstellt:
25. November 2020, 14:00 Uhr
Aktualisiert:
26. November 2020, 12:24 Uhr
Lesedauer:
ca. 3min 10sec

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