Limit von 1.500 Badegästen bleibt vorerst

Rastatt (ema) – Am Wochenende mussten die Stadtwerke im Freibad Natura den Einlass begrenzen, weil die maximale Zahl von 1.500 Gästen erreicht war. Das Limit soll vorerst noch bleiben.

Am Wochenende wollten mehr als die erlaubten 1.500 Badegäste ins Rastatter Freibad. Die Stadtwerke wollen deshalb die Onlinebuchung dynamisch gestalten. Foto: Frank Vetter

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Am Wochenende wollten mehr als die erlaubten 1.500 Badegäste ins Rastatter Freibad. Die Stadtwerke wollen deshalb die Onlinebuchung dynamisch gestalten. Foto: Frank Vetter

Obwohl der Bäder-Eigenbetrieb der Stadtwerke Rastatt am Wochenende mit der Deckelung der Gästezahl im Freibad Natura an seine Grenzen gestoßen ist, soll das Limit von maximal 1.500 Besuchern vorerst nicht erhöht werden. Bäderleiter Tobias Peter sagte dem BT, dass man beim Betrieb mit der Überwachung der Corona-Auflagen an Grenzen stoße, wenn man mehr Badegäste ins Natura lasse. Sollten die Inzidenzwerte weiter sinken, wolle man über Lockerungen nachdenken.

Die Deckelung könnte durchaus zu Konflikten führen im Zusammenhang mit den Besitzern von Jahreskarten. Peter räumt die Möglichkeit ein, dass einem Jahreskartenbesitzer der Zutritt verwehrt wird, wenn die Kapazität ausgeschöpft ist. „Wie die rechtliche Anspruchsgrundlage bei dieser Konstellation aussehen wird, ist fraglich“, so der Bäderleiter.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung hatte SPD-Fraktionschef Joachim Fischer kritisiert, dass Jahreskarten faktisch außer Kraft gesetzt sind und erwachsene Badegäste ein Tagesticket für 3,50 Euro lösen müssten. Fischer bezeichnete dieses Modell als „nicht kundenfreundlich“ und forderte eine Änderung.

Doch dazu sind die Stadtwerke nicht gewillt. Tobias Peter begründet das Ticket-Konzept mit der Pandemielage. Deshalb biete man wie im vergangenen Jahr ausschließlich Tagestickets an. Potenzielle Besucher hätten die gleichen und transparenten Chancen, eine Karte über das Onlinesystem zu erwerben. Die Jahreskarten würden ihre Gültigkeit behalten beziehungsweise werden, wenn vom Kunden gewollt, zurückerstattet.

Konzept überarbeitet

Die Stadtwerke haben das Konzept für die laufende Saison gegenüber dem Vorjahr leicht überarbeitet. Das Hygienekonzept wurde aktualisiert und im Gegensatz zum Auftakt im vergangenen Jahr gibt es keine Zeitfenster mehr: Peter zufolge könnten die Gäste mehr Freiheiten genießen und es stehe wesentlich mehr Badezeit zur Verfügung. „Der überwiegende Teil der Besucher ist darüber sehr glücklich“, so Peters Bilanz. Gerade Familien mit Kindern würden davon profitieren, wenn man bis zu elf Stunden (9 bis 20 Uhr) im Bad verweilen könne statt der vorgeschriebenen vier Stunden pro Zeitfenster wie im vergangenen Jahr. Außerdem gebe es seit dieser Woche mittwochs und freitags von 7 bis 8.45 Uhr ein Frühschwimmerangebot.

Der Bäderleiter hält die Kosten für das Tagesticket-System angesichts der Mehraufwendungen im Zuge der Pandemie (Hygienemaßnahmen, Kontaktnachverfolgung/Ticketgebühr) für vertretbar.

Im vergangenen Jahr lag die Grenze der Besucherzahl zunächst bei 600, später bei 1.000 Besuchern pro Tag. Durch die Online-Buchung sieht der Betreiber gesichert, dass niemand vergeblich zum Freibad fährt und dann möglicherweise nicht eingelassen wird. Im Internet sehen Interessenten, ob das Natura voll belegt ist und somit – zumindest vorübergehend – ausverkauft ist, wie es am vergangenen Wochenende der Fall war.

Peter zufolge will man das Modell jedoch dynamisch anlegen. Das heißt: Wenn 100 bis 200 Personen das Bad verlassen haben, soll im Online-System die freie Kapazität wieder signalisiert werden. Alternativ können Interessenten Karten zwischen 9 und 10 Uhr auch direkt an der Freibad-Kasse erwerben.


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