Lithium-Suche nun Thema im Gemeinderat Rheinmünster

Rheinmünster (hol) – Die höchst umstrittene Suche nach Erdwärme, Sole und Lithium in der Ortenau und im südlichen Landkreis Rastatt wird nun öffentlich im Gemeinderat von Rheinmünster diskutiert.

Lithium ist ein begehrter Rohstoff und wir vor allem für die Herstellung von Batterien benötigt. Symbolfoto: Patrick Seeger/dpa

© dpa

Lithium ist ein begehrter Rohstoff und wir vor allem für die Herstellung von Batterien benötigt. Symbolfoto: Patrick Seeger/dpa

Die Deutsche Erdwärme GmbH wird bei der Sitzung an diesem Montagabend den Mitgliedern des Gemeinderats und interessierten Zuhörern ihren Antrag auf Verlängerung der bergrechtlichen Erlaubnis zur Aufsuchung der Ressourcen im Bereich Römerbad vorstellen. Außerdem präsentiert das Unternehmen Vulcan Energie Ressourcen GmbH, die Tochtergesellschaft eines australischen Unternehmens, seine Planung für eine Untersuchung des Untergrundes mit einem sogenannten 3-D-Seismik-Verfahren (wir berichteten). Dabei werden Stoßwellen in den Untergrund geschickt. Aus dem Echo können Experten schließen, ob es ein Lithium-Vorkommen gibt.

Wie berichtet, muss die Gemeinde Rheinmünster zusammen mit den anderen betroffenen Gemeinden Bühl, Ottersweier und Lichtenau bis kommenden Freitag zu den geplanten Erkundungsarbeiten eine Stellungnahme beim Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau zum Thema abgeben.

Mehrere Gemeinden lehnen das Vorhaben ab

Die Behörde, die dem Regierungspräsidium Freiburg untersteht, sieht derzeit keine juristische Möglichkeit, dem Unternehmen die Aktivitäten in der Ortenau zu verbieten. Das Landesamt will deshalb grünes Licht für die geplanten Erkundungsarbeiten geben. Die betroffenen Gemeinden lehnen das Vorhaben dagegen allesamt ab und machen Sicherheitsbedenken geltend wegen der Stabilität des Untergrundes.

Die öffentliche Sitzung des Gemeinderats beginnt heute um 19 Uhr in der Festhalle im Rheinmünsteraner Ortsteil Schwarzach. Auf der Tagesordnung stehen außerdem noch eine Bürgerfragestunde, Bauanträge und die Förderung des FC Germania Schwarzach, der einen Zuschussantrag für den Abriss seines alten Vereinsheims gestellt hat und dessen Hartplatz instandgesetzt werden soll.

Weiterer Bericht:

Firma will in Mittelbaden Lithium fördern

JG 05.10.202116:30 Uhr

Alle Gemeinden wollen mit der Anschaffung von Elektrofahrzeugen 'umweltfreundlich' tun, aber das Lithium dafür soll am besten irgendwo fern in der Welt unter zweifelhaften Bedingungen abgebaut werden. Auf keinen Fall hier. Klar der Strom kommt auch nur aus der Steckdose. Und die Klima-Notständler von Bühl genehmigen vorzugsweise Gebäude, die vollständig aus Beton gegossen werden.


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.