Loffenau ersetzt „fahrenden Wassertank“

Loffenau (ham) – Die Feuerwehr in Loffenau erhält ein neues Einsatzfahrzeug. Weil ein Standardmodell zu groß für das Feuerwehrhaus ist, segnete der Gemeinderat den Kauf einer Spezialanfertigung ab.

Die Freiwillige Feuerwehr Loffenau in vollem Einsatz: Mit einer Belüftungsmaschine soll der Rauch bei einer Jahresübung abtransportiert werden. Foto: Mahler/BT-Archiv

© ama

Die Freiwillige Feuerwehr Loffenau in vollem Einsatz: Mit einer Belüftungsmaschine soll der Rauch bei einer Jahresübung abtransportiert werden. Foto: Mahler/BT-Archiv

„Wir müssen mit mehr Sturm- und Wasserschäden rechnen“, leitete Matthias Bohn den geplanten Kauf des neuen Feuerwehrfahrzeugs für die Loffenauer Floriansjünger ein. Wie der Leiter des Fachbereichs Bürgerdienste hob genauso sein Chef Markus Burger in der Gemeinderatssitzung hervor, dass das bisherige Einsatzfahrzeug zu alt sei – und vor allem mit nur 1.000 Litern Fassungsvermögen ein besserer „fahrender Wassertank“ sei. Weil das Standardmodell mit 1.800 Litern knapp 30 Zentimeter zu groß ist für das Feuerwehrhaus, plädierten die Mannen um Kommandant Hartmut Schweikhardt für eine Spezialanfertigung, das LF10 light. Dieses kann mit einem Löschwassertank ausgestattet werden, der 1.600 Liter zur Brandbekämpfung fasst.

Diese „Light“-Version stellt ein Novum für Baden-Württemberg dar. „Wir sind aber nur deshalb die Ersten im Land, weil die Vorgaben veraltet sind“, erläuterte Schweikhardt dem Gremium und verwies darauf, dass im Rest der Republik „schon 60 solcher Fahrzeuge“ im Einsatz seien. Danach stellte der Kommandant klar: „Loffenau braucht solch ein Fahrzeug! Wir wollen nur das Notwendigste haben. Es sind vier Atemschutzgeräte drin, die wir während der Anfahrt anziehen können“, hob er die Zeitersparnis samt schnellerer Einsatzmöglichkeit hervor, wenn es um Sekunden geht. So könne künftig ein neunköpfiges Team „schnell und zuverlässig am Einsatzort sein“.

Hohe Preisdifferenz reduziert sich

Zunächst hatte die Rathausverwaltung mit 348.400 Euro an Ausgaben gerechnet, um den aus dem Jahr 1981 stammenden veralteten Unimog (TLF 8/18) zu ersetzen. Weil das Standardmodell nun aber nicht ins Feuerwehrhaus passt, müssen 408.500 Euro in die angepasste Light-Version investiert werden. Die Differenz verringert sich jedoch laut Bohn deutlich auf 5.500 Euro, wenn die Zuschüsse wie geplant fließen: Zum einen gäbe es dann 92.000 statt 66.000 Euro. Zudem würde sich die Förderung aus dem Ausgleichsstock (40 Prozent) entsprechend erhöhen.

Dass das Fahrzeug angeschafft werden muss, stand für alle Fraktionen außer Frage. Wolfgang Reik (SPD & ALB) trieb jedoch die Frage um, was sei, wenn die Zuschüsse nicht wie erhofft erteilt würden: „Können wir dann eventuell die Ausschreibung aufheben?“ Reiner Singer (FWG) sieht jedoch „keine andere Möglichkeit, das LF10 light anzuschaffen“, selbst wenn es geringere Zuschüsse gäbe. Dann will er das jedoch in der geplanten „Finanzklausur besprechen“.

Zum Artikel

Erstellt:
17. September 2020, 17:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 08sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.