Lolli-Tests für Gaggenauer Grundschulen

Gaggenau (ans) – Labormitarbeiterinnen aus Karlsruhe erläutern Gaggenauer Grundschullehrern, wie die Lolli-Tests funktionieren. Die PCR-Pool-Testung könnte für mehr Normalität im Schulalltag sorgen.

Nicole Brussmann (links) und Andrea Walter vom MVZ Labor Volkmann in Karlsruhe. Foto: Anna Strobel

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Nicole Brussmann (links) und Andrea Walter vom MVZ Labor Volkmann in Karlsruhe. Foto: Anna Strobel

Die Stadt Gaggenau führt nach den Herbstferien Lolli-Tests an allen Grundschulen ein. Mehr als 30 Lehrerinnen und Lehrer haben sich daher am Dienstag in der Kulturhalle in Bad Rotenfels erklären lassen, wie die PCR-Pool-Testung anzuwenden ist.

Organisiert wurde die Informationsveranstaltung von der Stadt Gaggenau und zwei Mitarbeiterinnen des Labors Volkmann mit Sitz in Karlsruhe. „Bisher haben es die Probanden nicht geschafft, das Stäbchen auseinander zu beißen“, versuchte Andrea Walter, Leitung Praxis- und Krankenhausbetreuung, die Stimmung in der Halle aufzulockern. Sie selbst kenne diese Art der Testung noch aus ihrer Kindheit: „Sie können keine Allergien hervorrufen und sind nicht giftig“.

„Der Test ist sehr sensitiv“ und könne bereits ein positives Ergebnis anzeigen, bevor man ansteckend sei, berichtete Walter im BT-Gespräch. Das ermögliche den Präsenzunterricht und biete somit ein Hygienekonzept, mit dem „ein Gefühl von Alltag“ einhergehe.

Einfache Handhabung überzeugt Lehrer und Schüler

Mit der einfachen Handhabung habe man schon viele Vertreter von Schulen in der Region „überzeugen können“, berichtete Walter. Die Rückmeldungen seitens der Lehrer und Schüler bezüglich der Lolli-Tests seien bisher durchweg gut gewesen.

Die Labormitarbeiterinnen empfehlen, die Kinder spätestens bis zu Beginn der zweiten Unterrichtsstunde getestet zu haben. Wichtig sei es, dass die Kinder die „Lollis“ für 30 Sekunden im Mund behalten und zuvor eine halbe Stunde nichts essen oder trinken. Ansonsten müssten die Schüler mit Wasser den Mund ausspülen, erläuterte die Abteilungsleiterin. Das sei nötig, damit die DNA richtig extrahiert werden könne und keine Essensreste im Röhrchen landeten.

Anschließend müssen das Röhrchen und der dazugehörige Schein in eine transparente Tüte gesteckt werden, die dann im Sekretariat der jeweiligen Schule abgeholt und ins Labor gebracht werden. Per E-Mail oder App bekommen die Schulleiter die Ergebnisse am selben Tag mitgeteilt. Sollte das nicht geschehen, könnten die Lehrer „jederzeit im Labor anrufen“, sicherte Walter den Versammelten zu.

Im Regelfall lägen die Ergebnisse bis 18 Uhr vor. Nur in zwei Fällen sei es bisher später geworden. „Falls ein Test positiv ausschlägt, testen wir zur Kontrolle noch mal“, erläuterte sie einen möglichen Grund für eine solche Verzögerung.

Kosten für die Eltern entstehen dabei keine. Liliana Erbesdobler, Abteilungsleiterin Schulen und Betreuung, teilte mit: „Die Tests sind vorfinanziert von der Stadt Gaggenau, die finale Abrechnung erfolgt über das Land“.

Ihr Autor

BT-Volontärin Anna Strobel

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Erstellt:
26. Oktober 2021, 18:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 11sec

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