Luchs Toni fühlt sich im Murgtal wohl

Gernsbach (vgk) – Ein Luchs hat Mitte Dezember auf dem Kaltenbronn und der Gemarkung Weisenbach für Aufsehen gesorgt. Inzwischen fühlt sich das seltene Tier im Murgtal offensichtlich wohl.

Luchs Toni wurde am 12. Dezember 2019 um 3.08 Uhr erstmals auf Gemarkung Weisenbach, unterhalb vom Kaltenbronn, gesichtet und von einer Wildtierkamera aufgenommen. Foto: Christoph Wittemann

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Luchs Toni wurde am 12. Dezember 2019 um 3.08 Uhr erstmals auf Gemarkung Weisenbach, unterhalb vom Kaltenbronn, gesichtet und von einer Wildtierkamera aufgenommen. Foto: Christoph Wittemann

Darüber gab Revierförster Dietmar Wetzel jüngst im Ortschaftsrat Reichental Auskunft. Vom Wolf wurde in den vergangenen Monaten hingegen nichts mehr gehört, teilte Wetzel auf Nachfrage seitens der Kommunalpolitiker mit. Ihnen gab er zusammen mit seinem Kollegen Thomas Schlaich Auskunft über den Nutzungs- und Kulturplan für den Reichentaler Wald im Jahr 2021 und blickte zurück auf den Vollzug im laufenden Jahr.

Zurückhaltung bei der Holzernte sei derzeit das Gebot der Stunde. Trockene Sommer, Borkenkäfer und Stürme haben den Holzmarkt für Fichte und Tanne einbrechen lassen. Reichentals Wald sei jedoch bisher mit einem blauen Auge davongekommen, meinte Revierförster Thomas Schlaich für die Waldgebiete Lautenbach und das Teilrevier Reichental. Von Minderhieben hatten Schlaich und sein Kollege Dietmar Wetzel Reichentals Ortschaftsräten aus ihren jeweiligen Forstrevieren zu berichten. Vom schlechten Holzmarkt gebeutelt wurde der sowieso geschrumpfte Planansatz 2020 nochmals unterschritten. Der Einschlag von 5.400 Festmetern reduzierte sich auf 3.900 Festmeter Holz. Die 80 Festmeter Bruch, hinterlassen von Sturmtief Sabine, konnten erstmals über ein Förderprogramm abgerechnet werden. Die 208 Festmeter Werthölzer (davon 66 Festmeter Douglasie) erzielten einen Durchschnittspreis von 216 Euro pro Festmeter. Die gesperrte L76b bot die Gelegenheit, revierübergreifende Verkehrssicherungshiebe durchzuführen.

Sturmtief Sabine reduziert geplanten Einschlag

Schlaich warf auch einen Blick auf den Wegebau und die Pflegemaßnahmen. Aufgrund der schlechten Holzpreise sei auch für 2021 Zurückhaltung angebracht: „Der geplante Einschlag von 4.800 Festmetern ist jetzt schon optimistisch.“ Auch Wetzel musste seinen Ansatz von 5.770 Festmeter zunächst auf 2.900 und nach Sturmtief Sabine nochmals auf 2.100 Festmeter reduzieren. Er legte weiter dar, dass die 200 Festmeter Käferholz sich über das gesamte Revier verteilten. Dessen Aufarbeitung gestaltete sich entsprechend schwierig. Desgleichen haben sich neue Herde von Kalamitätsholz gebildet. Für 2021 kündigte Wetzel 2900 Festmeter Holzeinschlag an. Ebenso rechne er in diesem Zusammenhang mit 300 Festmetern Käferholz. Bestandspflege ist keine vorgesehen. Wege werden nach Bedarf instandgesetzt.

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Erstellt:
22. November 2020, 15:00 Uhr
Lesedauer:
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