Lücke bei Radweg ab L80 bleibt vorerst bestehen

Sinzheim (nie) – Der Lückenschluss bleibt vorerst bestehen: Das fehlende Stück Radweg ab der L80 in Richtung Leiberstung muss weiter warten. Auch eine Ertüchtigung des Waldweges kommt nicht in Frage.

Das Regierungspräsidium Karlsruhe sieht die Voraussetzungen für den Radweg-Lückenschluss zwischen der L80 (vorne) und Leiberstung als nicht gegeben.  Foto: Nina Ernst

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Das Regierungspräsidium Karlsruhe sieht die Voraussetzungen für den Radweg-Lückenschluss zwischen der L80 (vorne) und Leiberstung als nicht gegeben. Foto: Nina Ernst

Rund 30.000 Euro müssten für die provisorische Aufbereitung des Waldweges von der L80 in Richtung Leiberstung in die Hand genommen werden. Diese Summe habe auch die Verwaltung überrascht, sagte Bauamtsleiter Eberhard Gschwender am Mittwoch während der Gemeinderatssitzung.
Nach einigen Wirrungen beziehungsweise neuen Anregungen vonseiten der CDU und der Grünen hinsichtlich des Beschlussvorschlags der Verwaltung ist dieser dann doch von allen Räten angenommen worden. Das bedeutet, dass der Waldweg vorerst nicht ertüchtigt wird und das Thema voraussichtlich bei den kommenden Haushaltsberatungen wieder behandelt wird.

Bis dahin stünden die Zeichen gut für mögliche neue Förderprogramme, die dann für den Bau eines richtigen Weges genutzt werden könnten, führte Gschwender aus: „Die Stimmung im Land geht in die richtige Richtung.“ Zudem wird laut Verwaltung die Badestelle im Sinzheimer Ortsteil frühestens 2022 an den Start gehen können, für die der Radweg dann noch mehr an Bedeutung gewinnt.

Die CDU hatte wie berichtet den Antrag gestellt, einen bereits vorhandenen Waldweg zwischen der L80 und dem Leiberstunger Sportplatz zu ertüchtigen. Zum Hintergrund hatte dies, dass der fehlende Teil entlang der L80 zwischen Sinzheim und Schiftung (rund 400 Meter) zwar beschlossene Sache ist, das Regierungspräsidium Karlsruhe aber für das fehlende Teilstück gen Leiberstung keine Hoffnung auf einen Ausbau gegeben hat. Einig waren sich auch am Mittwoch alle Gemeinderäte, dass der Radweg-Lückenschluss weiter ein wichtiges Thema bleiben soll.

Josef Rees (CDU) sagte auch im Namen des Leiberstunger Ortschaftsrates, dass man mit dem Vorschlag des Wartens leben könne, man aber auch am Waldweg dranbleiben solle. Dieser sie aber natürlich keinen Ersatz für einen richtigen Radweg entlang der Straße. „Wer sparsam haushalten will baut kein Provisorium“, war die Meinung von Grünen-Rat Joachim Heck.

Er konkretisierte die Hoffnung auf Förderprogramme samt Gelder von Bund und Land: Der Bundesverkehrsminister stelle 1,46 Milliarden Euro bis 2023 in Aussicht, um Deutschland zum Fahrradland zu machen. Johannes Hurst (GfS) machte den Vorschlag, die hiesigen Landtagsabgeordneten zum Vor-Ort-Termin einzuladen.

Ihr Autor

BT-Redakteurin Nina Ernst

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Erstellt:
4. Mai 2021, 14:00 Uhr
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