KSC lässt Konzentration vermissen

Karlsruhe (fal) – Die 1:3-Niederlage bei Fortuna Düsseldorf hat es einmal mehr offenbart: Im letzten Drittel lässt es der Karlsruher SC an Konzentration und Entschlossenheit vermissen.

An Kyoung-Rok Choi lief das Spiel in Düsseldorf vorbei. Foto: Markus Gilliar/GES

© GES/Markus Gilliar

An Kyoung-Rok Choi lief das Spiel in Düsseldorf vorbei. Foto: Markus Gilliar/GES

Die nach Spielen obligatorische Pressekonferenz verzögerte sich diesmal. Schuld daran war offenbar der Karlsruher SC. Der brauche noch ein bisschen, wurde den wartenden Journalisten mitgeteilt. Der Grund dafür war auch hernach nicht zu eruieren. „Nein. An mir lag es nicht“, sagte Trainer Christian Eichner auf die Frage, ob er seinen Spielern nach der 1:3-Niederlage bei Fortuna Düsseldorf erst noch habe den Kopf waschen müssen. Wie üblich habe er noch auf dem Platz ein erstes Feedback gegeben. Was seine Schützlinge da zu hören bekamen, plauderte freilich auch Kapitän Jerôme Gondorf nicht aus: „Das bleibt natürlich intern.“

Klar ist: Die Wildparkprofis konnten ihren Gastgebern nur in der zweiten Hälfte der ersten 45 Minuten Paroli bieten, nachdem Marvin Wanitzek (22.) mit einem leicht abgefälschten Schuss die frühe Führung der Hausherren (10.) egalisierte, für die der Karlsruher Linksverteidiger Philip Heise mit einem Eigentor verant– wortlich gezeichnet hatte. Nur nach dem 1:1 und bis zur Pause, „war es das Spiel, das ich mir erhofft hatte“, sagte Eichner über die beste Phase seiner Schützlinge. Doch statt nach dem Seitenwechsel das 1:1 zu festigen, gab der KSC das Spiel schon in Minute 51 aus der Hand – und zwar endgültig. Nachdem der Ball schon Kontakt mit Innenpfosten und Querbalken gehabt hatte, erzielte Christoph Klarer schließlich das 2:1 für die Fortuna. Der Rest kam einem Trainingsspiel für die Gastgeber gleich, in dem Khaled Narey den 3:1-Endstand (62.) herstellte.

„Wir müssen an Dingen arbeiten, die systemunabhängig sind“


„Unser Verteidigungsverhalten war heute eine Katastrophe“, räumte Karlsruhes Mittelfeldspieler Wanitzek noch vor Ort ein. Aber auch offensiv brachte der KSC in Düsseldorf kaum etwas auf den Platz. An Kyoung-Rok Choi etwa lief das Spiel vorbei. Bei Mark Lorenz links und Fabio Kaufmann rechts stand die Gangschaltung meist auf „Leerlauf“. Philipp Hofmann war – wie so oft – allein auf weiter Flur. Die Meinung, dass das KSC-Spiel mit einem zweiten Stürmer eventuell besser gewesen wäre, wollte Eichner nicht teilen. „Wir müssen an ein paar Dingen arbeiten, die systemunabhängig sind“, sagte er stattdessen. Und: „Wenn du nicht wach bist, wenn du nicht bereit bist, wenn du nicht klar und scharf bist – dann kannst du mit acht Stürmern spielen. Das interessiert keinen Menschen.“

Auch die Bereiche, in denen Düsseldorf dem KSC den Ball überlassen hatte, seien laut Eichner nicht das Problem, schon weil es Bereiche waren, „in denen nicht über Tore und Punkte entschieden wird“.

Indes: Im letzten Drittel, vor allem vor dem eigenen Tor, lässt der KSC seit einiger Zeit die nötige Konzentration und Entschlossenheit vermissen. Unter anderem Folge davon: Eigentore (gegen St. Pauli und in Düsseldorf) oder Strafstöße für den Gegner (gegen St. Pauli und in Regensburg) sind zwar nicht gerade an der Tagesordnung, tauchen in der Statistik aber einfach zu häufig auf.

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Erstellt:
25. Oktober 2021, 18:00 Uhr
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