Männer auf Gleisen zwingen Lokführer zur Notbremsung

Appenweier (BT) – Zwei 20-Jährige haben sich am Samstagnachmittag im Bahnhof Appenweier in Lebensgefahr gebracht und einen Lokführer zur Notbremsung gezwungen.

Appell der Bundespolizei: Gleise sollten nur an Stellen überquert werden, die offiziell dafür vorgesehen sind. Symbolfoto: Federico Gambarini/dpa

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Appell der Bundespolizei: Gleise sollten nur an Stellen überquert werden, die offiziell dafür vorgesehen sind. Symbolfoto: Federico Gambarini/dpa

Kurz vor einem einfahrenden Regionalzug überquerten die beide jungen Männer gegen 14.45 Uhr unbefugt die Gleise. Der Lokführer leitete bei einer Geschwindigkeit von 160 Stundenkilometern eine Schnellbremsung ein und kam noch rechtzeitig zum Stehen. Gegen die beiden 20-Jährigen wird nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt.

Bundespolizei warnt vor Gefahren

Die Bundespolizei nimmt diesen Vorfall zum Anlass für eine grundsätzliche Warnung: Die Gefahren, die beim Betreten von Gleisanlagen bestehen, werden zumeist unterschätzt. Unfallursachen sind unter anderem unachtsames oder unsachgemäßes Verhalten auf Eisenbahnanlagen. „Seien Sie stets achtsam, wenn Sie sich an Orten aufhalten, wo sich Züge bewegen“, so der Appell. Denn Züge durchfahren Bahnhöfe mit Geschwindigkeiten von bis zu 160 Stundenkilometern. Durch den entstehenden Luftsog können unmittelbar an der Bahnsteigkante befindliche Gegenstände in Bewegung geraten. Züge können Hindernissen nicht ausweichen und haben einen sehr langen Bremsweg, und sie nähern sich fast lautlos. Ein elektrisch betriebener Zug – selbst mit über 200 Stundenkilometern – ist für das menschliche Ohr erst wahrnehmbar, wenn er bereits vorbeifährt. Gleise sollten nur an Stellen überquert werden, die offiziell dafür vorgesehen sind.

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Erstellt:
23. Mai 2021, 12:32 Uhr
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