Magier der Stimme fasziniert in Rastatt

Rastatt (rw) – Ein besonderes Erlebnis in Rastatt war das Konzert von „The-Voice-of-Germany“-Gewinner 2013, Andreas Kümmert. Er überzeugte mit Eigenkompositionen und Coversongs.

Andreas Kümmert überzeugt in der Badner Halle mit der Kraft und Bandbreite seiner Stimme. Foto: Rainer Wollenschneider

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Andreas Kümmert überzeugt in der Badner Halle mit der Kraft und Bandbreite seiner Stimme. Foto: Rainer Wollenschneider

Der Sieger des großen Musikwettbewerbs „Britain’s got Talent“, Paul Pott, hat 2017 das Rastatter Publikum verzaubert. Jetzt gab sich der Sieger von „The Voice of Germany 2013“, Andreas Kümmert, die Ehre. Für das Publikum ein besonderes Erlebnis, das noch lange nachwirken wird.
Am Ende des Konzerts fasste der ehemalige Chef der Badner Halle, Dieter Kersten, zusammen: „Hier erlebten wir Ray Charles, Joe Cocker und BB King zusammengefasst in einer Stimme.“ Und das, was „Kümmi“ bot, war sagenhaft und beeindruckend. Dabei fiel die Publikumsresonanz des schon einmal verschobenen „Harlekin Dreams“-Konzerts bescheiden aus. Dazu Veranstaltungsreferentin Christina Hernold: „Die Leute sind verunsichert, aber ich bin froh, dass immerhin 140 Besucher gekommen sind.“

Ja, das Publikum erlebte auf Bühnendistanz ein Hautnah-Konzert der Ausnahmeklasse, wozu im Duo auch der Schlagzeuger Michael Germer seinen Teil beitrug. Der reagierte auf die Aktionen von Andreas Kümmert spontan, und es bedurfte keiner Setlist. Man gab zum Besten, was den familiären Dialoge-Kontakt zum Publikum beflügeln konnte. Club-Atmosphäre schuf zudem die Beleuchtungstechnik von Dirk Jähnichen.

Zwischendurch wurde das immer wieder praktizierte Gitarre-Stimmen von Andreas Kümmert, wie er sagte, „ein Blabla mit dem Publikum.“ Seine Kommentare zu den Musikstücken fielen sonst spärlich aus oder fehlten ganz. Kümmert ließ die Musik bei Lieblings-Coversongs wirken und überzeugte mit der Kraft und Bandbreite seiner Stimme.

Der geborene Mainfranke gab alles und schien sich manchmal in einen Rausch bis zur Selbstaufgabe zu versenken. Durchgehend war es immer wieder Kümmerts Kopfstimme und ungespielte Gestik, die das Publikum mitriss. Da punktete im Southern-Blues-Rhythmus die Eigenkomposition „Simple Man“ oder als Untermauerung der Meisterschaft mit den Saiten ein Ur-Blues.

Während Andreas Kümmert bei „Milk“ oder der aktuellen Single „High Times“, was den Rhythmus betrifft, von den Perkussionskünsten Michael Germers prächtig unterstützt wurde, überzeugten auch seine interpretierten Cover-Titel, darunter eine gelungene Hommage an Prince mit dem Titel und Echoeffekt „Purple Rain“.

Natürlich durfte in der Parade des Voice-of-Germany-Siegers von 2013 die Stimme Joe Cockers nicht fehlen, dessen legendären Befreiungsschrei inklusive – so geschehen bei „You are so beautiful“.

Auch die Versionen von Stevie Wonders „Superstition“ oder einem Klassiker von Simply Red („Holding“) waren Volltreffer. Das Publikum ließ sich vom Kümmert-Duo bei weiteren Titeln verzaubern, bis schließlich Elton Johns „Rocket Man“ mit stehenden Ovationen zündete.

Den Maskenträgern rief Kümmert nach einer weiteren Zugabe zu: „Wir sehen uns gerne in Rastatt wieder, aber hoffentlich unter anderen Bedingungen.“

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Erstellt:
15. November 2021, 16:00 Uhr
Lesedauer:
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