Magnolien in Baden-Baden haben gefroren

Baden-Baden (hez) – Die kalten Apriltage dieses Jahr haben den Magnolien nicht gefallen, sie haben viel frieren müssen. Ansonsten gibt es keine größeren Frostschäden bei den Zierpflanzen.

„Erwischt“ hat die Kälte allerdings viele Magnolien, deren Blüten braun geworden sind. Foto: Monika Zeindler-Efler

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„Erwischt“ hat die Kälte allerdings viele Magnolien, deren Blüten braun geworden sind. Foto: Monika Zeindler-Efler

Der Frühling hat sich in diesem April ganz im Gegensatz zu anderen Jahren doch recht schwergetan. Gerade in den Nächten ist es zuletzt so manches Mal sehr kalt geworden. Die Zierpflanzen in den Baden-Badener Anlagen haben das bisher ganz gut überstanden – allerdings mit einer sehr bedauerlichen Ausnahme.

Die Baden-Badener Magnolienblüte hat durch die späten Fröste einen erheblichen Schlag erlitten. Die Magnolie gilt als die Königin der Ziergehölze bei den Frühjahrssträuchern. Sie gehört in China und Japan schon seit mehr als 1.000 Jahren zu den wichtigen Elementen der Gartenkultur. Aber manche Magnolien sind eben sehr anfällig bei späten Frühjahrsfrost.

Und das macht sich in diesem Jahr in der Kurstadt deutlich bemerkbar. Denn zahlreiche Magnolien blühen nicht weiß, rosa und violett, sondern erschrecken die Spaziergänger durch eine braune Färbung ihrer Blüten. Für Gartenamtsleiter Markus Brunsing ist das Erfrieren der Blüten sehr bedauerlich, denn „es wäre sehr schön gewesen“, sich noch an der Farbenpracht der Baden-Badener Magnolien erfreuen zu können.

Das zuletzt eher kühle Wetter sorgt in diesem Jahr für eine sehr schöne Tulpenblüte (hier im Dahliengarten). Foto: Monika Zeindler-Efler

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Das zuletzt eher kühle Wetter sorgt in diesem Jahr für eine sehr schöne Tulpenblüte (hier im Dahliengarten). Foto: Monika Zeindler-Efler

Dies ist aber die einzige unerfreuliche Nachricht im Zusammenhang mit dem ziemlich „unterkühlten“ Frühjahrsauftakt. „Alle anderen Zierpflanzen haben die vergangenen Wochen gut überstanden“, stellt Brunsing fest. Dies unterscheide sich doch sehr von den teilweise katastrophalen Folgen des Spätfrosts im Obst- und Weinbau in der Region.

In den städtischen Anlagen konnten sich die Krokusse ebenso wie die späten Narzissen in diesem Jahr einigermaßen schadlos halten. Besonders verweist Markus Brunsing auf die Tulpenblüte, die von den zuletzt häufig recht tiefen Temperaturen sogar noch profitiere. Denn das vor Ostern nach einigen wärmeren Tagen sehr schnell einsetzende Wachstum sei danach durch den kühlen Frühling etwas gebremst worden.

Tulpenblüte verspätet sich

Dies heißt, dass die Tulpenblüte nun mit ein wenig Verspätung eingesetzt hat. Dafür hat man aber länger etwas davon als in anderen Jahren, in denen die Wärme den Entwicklungszyklus stark beschleunigt. Brunsing empfiehlt momentan ganz besonders einen Besuch bei den herrlich bunten Tulpenbeeten des Dahliengartens in der Lichtentaler Allee.

Der Gartenamtsleiter ist angesichts der Witterungsentwicklung in diesem Jahr auch glücklich, dass die mediterranen Gewächse wie Palmen und Oleander, die zum Baden-Badener Stadtbild gehören, momentan noch sicher in den Gewächshäusern stehen. Diese werden erst Ende April/Anfang Mai herausgestellt, denn „da sind wir vorsichtig“, so Brunsing. Und das zahle sich aus, wie man nun wieder sehen könne. Allerdings dürfe es auch aus Sicht der Vegetation ruhig wärmer und frühlingshaft werden.

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Erstellt:
24. April 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
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