Malsch: Scharer fordert Himmel heraus

Malsch (dm) – Das Rennen ums Bürgermeisteramt in Malsch ist pünktlich zum Beginn der Bewerbungsfrist eröffnet: Wolfgang Scharer tritt gegen Amtsinhaber Elmar Himmel an.

Wolfgang Scharer (CDU) will Bürgermeister werden und findet, dass Malsch bislang hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Foto: Scharer

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Wolfgang Scharer (CDU) will Bürgermeister werden und findet, dass Malsch bislang hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Foto: Scharer

Direkt zu Beginn der Bewerbungsfrist für das Bürgermeisteramt in Malsch steht fest: Mit Wolfgang Scharer gibt es einen ersten Herausforderer des amtierenden Rathauschefs Elmar Himmel.
Beide haben ihre Bewerbungen am Wochenende zwischen Samstag, 0 Uhr, und gestern Morgen, 7.30 Uhr, eingeworfen, wie nach Auskunft der Verwaltung entsprechende Briefkastenchecks ergeben haben – sie gelten damit als gleichzeitig eingegangen. Die Wahl findet am 13. Juni statt; die Bewerbungsfrist hierfür endet 17. Mai.

Himmel (SPD), der seit 2005 Bürgermeister in Malsch ist, hatte Ende Januar nach einigem Zögern erklärt, wieder anzutreten und eine dritte Amtszeit anzustreben. „Obwohl die letzten Monate sehr anstrengend waren, macht es mir Freude und Spaß, als Bürgermeister mit Ihnen im Gemeinderat zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger von Malsch zusammenzuarbeiten. Und da ich gerne Bürgermeister hier bei uns in Malsch bin, trete ich im Juni zur Wahl auch wieder an“, hatte der 53-Jährige verkündet.

„Wir haben großartige Potenziale“

Gegen ihn kandidiert nun Wolfgang Scharer. „Ich bin der festen Überzeugung, dass sich Malsch in den kommenden Jahren besser, freundlicher und bürgernäher entwickeln kann als in der Vergangenheit“, erklärt der 45-jährige Volljurist, der ein „Mälscher“ ist, also in der Gemeinde geboren und aufgewachsen und mit seiner Frau und seinen zwei Töchtern nach beruflichen Stationen unter anderem in Mainz und München seit Herbst 2017 wieder im Ort lebt. „Wir haben großartige Potenziale. Malsch bleibt aber hinter seinen Chancen und Möglichkeiten zurück“, findet er und will das ändern. Seine Erfahrungen, die er als Familienvater mit der Gemeindeverwaltung gemacht habe, hätten ihn zu seiner Kandidatur motiviert, sagt der Rechtsanwalt: „Als Vater zweier Töchter will ich, dass Malsch Perspektiven bietet für künftige Generationen, dass wir attraktive und sichere Arbeitsplätze haben und dass wir unsere Gemeinde gemeinsam so gestalten, dass wir alle gerne hier leben. Bürokratie darf das Leben der Menschen nicht künstlich erschweren. Eine Rathausverwaltung hat die Aufgabe, die Menschen zu unterstützen.“ Gerade hier sieht Scharer „erheblichen Verbesserungsbedarf“. Man brauche in Malsch vor allem mehr Bürgerdialog und mehr Gestaltungskraft im Rathaus, mehr „Miteinander und Füreinander“ für solides und verantwortliches Wirtschaften „und für transparente und umsichtige Weichenstellungen für die Zukunft“.

Der 45-Jährige ist CDU-Mitglied, sieht sich aber als unabhängiger Kandidat und Kommunalpolitik als reine Sachpolitik. Scharer kündigt zudem an, in den nächsten Wochen ganz konkrete Angebote machen zu wollen, um gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern an neuen Ideen für die Gemeinde zu arbeiten.

Ihr Autor

BT-Redakteur Daniel Melcher

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Erstellt:
29. März 2021, 15:02 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 16sec

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