Manege frei für die Stadtkapelle Bühl

Bühl (uk) – Sonntagmorgen: Schon von Weitem leuchtet das rote Zirkuszelt in der Sonne. Um 11 Uhr hieß es Manege frei für das erste Frühschoppenkonzert mit der Stadtkapelle Bühl in den Bußmatten.

•Ein Könner seines Fachs: Rolf Hille ist seit 2007 musikalischer Leiter der Stadtkapelle Bühl. Hier bei seinem Solo. Foto: Ursula Klöpfer

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•Ein Könner seines Fachs: Rolf Hille ist seit 2007 musikalischer Leiter der Stadtkapelle Bühl. Hier bei seinem Solo. Foto: Ursula Klöpfer

Zünftig könnte man die kurzweiligen Stunden unter der Kuppel beschreiben. Doch es war viel mehr: nach langen Wochen des „Kulturentzuges“ endlich mal wieder zusammensitzen, Freunde und Bekannte sehen (mit Mindestabstand), Köstlichkeiten schmausen und heitere Musik genießen.
Dazu zog die Stadtkapelle mit gewohnter Professionalität all ihre musikalischen Register, vom „Bühler Marsch“ über das Flügelhornsolo „You rise me up“ bis zum Trompeten-Schmankerl unter der musikalischen Leitung von Rolf Hille.

Die Organisation, die Sicherheit der Besucher, der Programmablauf, das Catering mit Sicherheitsabstand sowie das wunderschöne Ambiente im Zirkuszelt hätten perfekter nicht sein können. Nicht nur ein leichtes Lüftchen, das durch die riesige Kuppel wehte, die mit riesigen lila Mobiles und weißen Stoffbahnen geschmückt war, auch die stylischen Palettenmöbel, kombiniert mit Bierbänken und Tischen, schafften sogleich eine stimmige und gemütliche Atmosphäre. 250 Musikfreunde hatten sich zum „Testlauf“ eingefunden. Ab 1. August dürfen bei Festlichkeiten sogar bis zu 500 Personen im Zelt sein.

„Ein bisschen wie Weihnachten“

Beim Eintritt in das Zelt wurden die Besucher erst einmal einem Fieberscan unterzogen. Gesund? Dann weiter zur Händedesinfektion. Auch auf den nötigen Mindestabstand von 1,50 Metern wies das Personal immer wieder vorbildlich hin. Auch der Chef von „Sator Adventure“, Axel Sator, sollte später noch einmal per Mikrofon auf geltende Hygieneregeln hinweisen. Mehr Vorsicht geht kaum. „Heute ist ein bisschen wie Weihnachten“, leitete Markus Sperl, zweiter Vorsitzende der Stadtkapelle, nach so vielen Wochen der Musikabstinenz, das Konzert vergnügt ein. Auch Dirigent Rolf Hille war die Freude über den abwechslungsreichen Frühschoppen deutlich anzumerken. „Wir freuen uns sehr, dass wir heute ein wenig Musik für sie machen können,“ strahlte er. Allerdings standen bei ihm auch erst einmal die Vorsichtsmaßnahmen zur Corona-Pandemie im Vordergrund. „Beim Singen müssen sie sich ein wenig zurückhalten“, erklärte er und meine verschmitzt, „auch wenn’s ein bisschen pfupfert“.

Stumm mitsingen, das war auch eine Alternative, die von Rolf Hille vorgeschlagen wurde. Zum Beispiel beim Geburtstagsständchen für OB Hubert Schnurr, der am Samstag seinen 65. feiern durfte. Damit begann der musikalische Reigen, der über die „Böhmische Liebe“ bis zum „Kuhstalldixi“ für beste Unterhaltung sorgte und ein wunderschönes Frühschoppenkonzert bot. Nicht vergessen werden darf der Fassanstich, der OB Schnurr unter lautem „Hallo“ des Publikums perfekt von der Hand ging und sogleich Anlass bot, zusammen kräftig anzustoßen.

Übrigens: Der Veranstalter und die Stadtkapelle Bühl hatten sich vor Veranstaltungsbeginn darauf verständigt, dass die zur Kostendeckung nicht benötigten Eintrittsgelder an eine oder mehrere soziale Einrichtungen in Bühl gespendet werden.

Ihr Autor

Ursula Klöpfer

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Erstellt:
14. Juli 2020, 07:19 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 18sec

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