Manege frei im Zirkus Bely

Rastatt (sb) – Nach mehr als einem Jahr Corona-Pause darf der Zirkus Bely in seinem Rastatter Winterquartier wieder Vorstellungen geben. Das Premierenpublikum zeigt sich begeistert vom Programm.

Begeisterndes Programm: Mit einer bunten Mischung aus Akrobatik, Clownerie und Tierdressuren unterhält der Zirkus Bely am Samstagnachmittag das Premierenpublikum.  Foto: Stephan Friedrich

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Begeisterndes Programm: Mit einer bunten Mischung aus Akrobatik, Clownerie und Tierdressuren unterhält der Zirkus Bely am Samstagnachmittag das Premierenpublikum. Foto: Stephan Friedrich

Die Freude bei Besuchern und Artisten war am Samstagnachmittag gleichermaßen groß: Nach mehr als einem Jahr Corona-Zwangspause durfte der Zirkus Bely in seinem Rastatter Winterquartier endlich wieder eine Vorstellung im eigenen Zirkuszelt geben. Die zahlreichen Besucher, darunter viele Kinder, zeigten sich vom mehr als zweistündigen Programm begeistert.
Wie sich die Mitglieder der Zirkusfamilie Frank auf ihren Auftritt vorbereiten, durfte das Publikum live mitverfolgen. Aus dem Hausmeister wurde da der Zirkusclown, der die Besucher abholt und mit ihnen in die bunte Zirkuswelt eintaucht. Nanja Layana zeigte an den fliegenden Tüchern hoch unter der Zirkuskuppel zahl-reiche neue Elemente und bewies viel Mut, als sie über das Publikum schwebte und mit großer Geschwindigkeit von der Zirkuskuppel dem Boden entgegenbrauste.

Tierische Unterhaltung

Dass Tiere im Zirkus Bely eine besonders wichtige Rolle spielen, zeigte sich nicht erst in der Pause, als die mehr als 80 Großtiere in ihren Ställen besucht werden konnten. Manch kleiner Zirkusbesucher traute sich auch, auf dem Rücken eines großen Pferdes Platz zu nehmen, während andere mit den durchaus neugierigen Kamelen ein Selfie aufnahmen.

In die Welt der Pferde nahm Tierlehrer Nino Frank die Besucher mit, als er ein buntes Potpourri präsentierte. Den Anfang machte ein Sechserzug edler Pferde, der sich trotz langer Pause bestens eingespielt zeigte. Zwei Schimmel ließ Nino Frank auf die Hinterbeine steigen und präsentierte in einer Nummer mit einem Pony zudem, wie vielfältig eine Pferdedressur heute sein kann. Für manch Lacher sorgten anschließend die jüngsten Zirkusakteure, die als Clowns mit Wasser und einem Staubwedel für Sauberkeit in der Manege und dem Publikum sorgten. So mancher bekam dabei auch den ein oder anderen Wasserspritzer aus der Sprühflasche ab, was dank sommerlicher Temperaturen aber nicht weiter schlimm war.

Akrobatik und Clownerie

Schweiß auf der Stirn bekam manch Zuschauer anschließend, als er Kevin Sperlich auf der römischen Rolle beobachtete. Der junge Artist bewies höchstes Gleichgewichtsgefühl, balancierte mit seinem Brett auch auf einem Ball, jonglierte während seines Balanceakts und wagte sogar Seilsprünge auf dem höchst wackligen Untergrund. Als Höhepunkt zwängte er sich durch zwei Ringe, was erst beim dritten Anlauf komplett gelang. Das Publikum hielt den Atem an und spendete am Ende begeistert Applaus. Noch vor der Pause hatten die Besucher viel Spaß mit einem musizierenden Clown, der auch ohne Trompete wunderbare Stücke präsentierte. Neu im Zirkus Bely ist in diesem Jahr die musikalische Untermalung der einzelnen Stücke, die mittels eines Keyboards live eingespielt wird. Diana Frank zeigte dabei einen sicheren Auftritt.

Lieblinge nicht nur der jüngsten Zirkusbesucher am Samstagnachmittag waren die Hunde von Willy Adrian, die durch die Manege fegten, über Stangen sprangen und manch begeisterndes Kunststück zeigten. Ebenfalls tierisch gut kam die neu einstudierte Bauernnummer an, während der Auftritt der Kamele bereits eine lange Tradition im Zirkus Bely hat. Mitfiebern hieß es für die Zuschauer bei einem Clowntrio und bei den tanzenden Tellern. Das Premierenprogramm des Zirkus Bely wurde von der Reiterei der Frankordis abgerundet und erhielt am Ende zu Recht kräftigen Applaus.

Auftritte bis Ende Oktober

Noch bis Ende Oktober spielt der Zirkus Bely sein buntes und modernes Programm für die ganze Familie jeden Samstag und Sonntag um 15 Uhr im großen Zirkuszelt, das im Winterquartier auf dem ehemaligen Kasernengelände in der Kehler Straße 51 in Rastatt aufgebaut ist. Bei kühleren Temperaturen wird das Zelt beheizt, Karten können unter der Telefonnummer (01 72) 7 29 20 93 vorbestellt werden.


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