Marc Marshall hält „digitale Mahnwache“

Baden-Baden (sr) – Entertainer Marc Marshall hat sich viel vorgenommen: 144 Stunden lang will er nonstop die Internationalen Wochen des Rassismus mit seinem Internetprogramm unterstützen.

Marc Marshall unterstützt die Internationalen Wochen gegen Rassismus: Dazu interviewt er prominente Gesprächspartner im Internet. Foto: Tobias Wirth

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Marc Marshall unterstützt die Internationalen Wochen gegen Rassismus: Dazu interviewt er prominente Gesprächspartner im Internet. Foto: Tobias Wirth

Marc Marshall scheint nie ohne Idee zu sein. Jetzt hat der Entertainer, dem der Lockdown seit Monaten – wie allen anderen Künstlern auch – ein Auftrittsverbot auferlegt, eine neue Show-Aktion im Internet gestartet, mit der er die gerade angelaufenen Internationalen Wochen gegen den Rassismus unterstützt. „144 Stunden digitale kulturelle Mahnwache“ nennt er sein Projekt, das zwischen interessanten Interviews zum Thema, professionellen TV-Beiträgen und banalen Zwischenakten balanciert. Dazu hat Marshall eine Menge, teils populärer Mitstreiter gefunden, allen voran seinen ständigen Begleiter am Klavier, Rene Krömer, der auch als unaufgeregter Co-Moderator eine gute Figur macht. Prominente wie der Berliner philharmonische Oboist Albrecht Mayer, Konstantin Wecker, Pierre M. Krause (der einen Film über den deutschen Kolonialismus gedreht hat), Pierre Sanoussi-Bliss, die Anwältin und Imamin Seyran Ates, Ulla Meinecke, Bettina Böttinger und Barbara Becker sind angekündigt. Dazu übernehmen Marshalls berufliche Dauerpartner Ralf Bauer und Alexandra Kamp Teile des 24-Stunden-Programms, damit für ihn ein paar Stunden Schlaf garantiert sind.

Prominente Ex-Fußballer dabei

Am Dienstagnachmittag und frühen Abend waren zwischen 25 und 50 Teilnehmer für die Youtube-Übertragung registriert, aber auch über Instagram und Facebook kann man die „digitale Mahnwache“ verfolgen. Einem informativen Gespräch mit dem in Südafrika wirkenden Pfarrer Stefan Hippler über Rassismus folgte ein Interview mit der deutschen Jazzsängerin Fola Dada, bei dem sich Marshall auch journalistisch bewähren musste. Hin und wieder singt er zur Klavierbegleitung Songs aus seinem riesigen Repertoire. Manchmal daddeln Krömer und Marshall auch nur am Handy auf der Suche nach Programmschnipseln oder Nachrichten der Zuschauer. Am Dienstagabend schaute Baden-Badens Oberbürgermeisterin Margret Mergen vorbei und berichtete über die Anstrengungen der Stadt, Geflüchteten ein neues Zuhause zu geben.

Auch Fußballer wie Cacau, Roman Weidenfeller oder Hansi Müller stehen noch auf der Gästeliste. Dazu kommen politische Mandatsträger aus der Region. Alle sollen sich zum Thema Rassismus und eigenen Erfahrungen oder Gedanken dazu äußern. Bis 21. März will Marshall 144 Stunden lang das Motto „Love, Peace, Respect“ mit seiner Persönlichkeit und seinem Programm ausfüllen.

Die „Wochen gegen Rassismus“ werden von der gleichnamigen Stiftung organisiert und von der Bundesregierung unterstützt.

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Ihr Autor

BT-Redakteurin Sabine Rahner

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Erstellt:
16. März 2021, 20:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 06sec

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