Maria Königin Au muss saniert werden

Weisenbach (rag) – Die Kirche Maria Königin im Weisenbacher Ortsteil Au muss saniert werden. Der Zahn der Zeit nagt an dem Gotteshaus. Pfarrer Thomas Holler stellte das Projekt am Donnerstag vor.

Pfarrer Thomas Holler (rechts) informiert über die Sanierungsarbeiten, die mit 135.000 Euro veranschlagt sind. Foto: Raimund Götz

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Pfarrer Thomas Holler (rechts) informiert über die Sanierungsarbeiten, die mit 135.000 Euro veranschlagt sind. Foto: Raimund Götz

Das Wetter nagt am Putz und Beton der Kirche Maria Königin in Au; eine Sanierung steht an. Bei der Veranstaltung unter freiem Himmel mit erforderlichem Abstand ging es nicht nur um die geplanten Arbeiten an der kleinen Dorfkirche, die Teilnehmer erfuhren auch Wissenswertes über das Mosaik über dem Eingangsportal und über die fast 70-jährige Geschichte des Gotteshauses. Davor lauschten die Gäste dem Abendläuten der Glocken und dann dem Glockenspiel. Pfarrer Holler ging zunächst auf den Namen der Kirche, Maria Königin, ein. Eigentlich ist die richtige Bezeichnung „Maria, Königin der Engel“ und führt die Marienverehrung fort, die sich schon in der Lourdesgrotte am Ortseingang zeigt.

Das Mosaik dominiert die Front des Gebäudes und erinnert an die Menschwerdung Gottes. Es wurde einige Jahre nach der Fertigstellung angebracht; für die Gestaltung verwendete man Steine aus Murano bei Venedig. Es zeigt Szenen aus der biblischen Geschichte wie Mariä Verkündigung, Marias Besuch bei Elisabeth, der Engel bei den Hirten, die Krippe und die drei Heiligen Könige.

Glocken läuteten erstmals 1856

Adi Marxer, beim Kirchenbauverein für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, schilderte die Geschichte der Kirche. Der Weg der Auer Bürger zur Weisenbacher Pfarrkirche St. Wendelin war, besonders für Ältere, beschwerlich. Die Diözese Freiburg stimmte dem Antrag des damaligen Bürgermeisters der selbstständigen Gemeinde Au, Markus Krieg, zum Bau einer Filialkirche zu. Im Jahr 1956 läuteten zum ersten Mal die von der Firma Holtzmann gestifteten Glocken.

Die anstehende Betonsanierung gehört in eine Reihe von verschiedenen Baumaßnahmen. Wie Holler erläuterte, wurde zuerst die Außentreppe erneuert. Dann mussten die Glocken an einer Holzkonstruktion befestigt werden, denn die Aufhängung an Stahlträgern war nicht mehr zulässig. Um Heizkosten zu sparen, wurde der Dachboden gedämmt.

Kosten betragen rund 135.000 Euro

Die Sanierung ist nötig, da der Putz abplatzt und das Wetter den Beton angreift. Am Ende werden Malerarbeiten stehen. Man rechnet mit Kosten von rund 135.000 Euro. Für Thomas Holler ist die Sanierung ein Zeichen, „dass wir zu der Filialkirche stehen“. Schon wegen ihrer Nähe zum Friedhof wird sie gebraucht. Für ihn ist es auch wichtig, dass ein solches Denkmal des Glaubens erhalten bleibt. Er appellierte an Einwohner, die Maßnahme zu unterstützen, und bedankte sich beim Kirchenbauverein für seine Hilfe. Die Auftaktveranstaltung endete mit einem gemeinsam gesungenen Marienlied.

Einer von vielen Schäden an der Filialkirche Maria Königin in Au. Foto: Raimund Götz

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Einer von vielen Schäden an der Filialkirche Maria Königin in Au. Foto: Raimund Götz

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Erstellt:
7. August 2021, 06:00 Uhr
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