Maria und Josef im Bühler Pfarrhaus angekommen

Bühl (mf) – In Bühl kehren die Figuren der Heiligen Familie nach ihrer Rundreise ins Pfarrhaus zurück. Pastoralreferent Nikolaus Wisser hatte sie auf die Reise geschickt.

Nicht nur die handgefertigten Figuren, sondern auch ein „Reisetagebuch“ ist bei Pastoralreferent Nikolaus Wisser angekommen. Foto: Martina Fuß

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Nicht nur die handgefertigten Figuren, sondern auch ein „Reisetagebuch“ ist bei Pastoralreferent Nikolaus Wisser angekommen. Foto: Martina Fuß

Maria, Josef und der Esel sind zurück im Bühler Pfarrhaus. Pastoralreferent Nikolaus Wisser freut sich ganz besonders darüber, denn er hatte die Heilige Familie vor vier Wochen auf die Reise geschickt.
Die Erstkommunionkinder der Pfarrgemeinde St. Peter und Paul des Jahres 2020 warten mangels Pfarrer und auch Pandemie-bedingt immer noch auf ihre erste Kommunion. Um ihnen eine stimmungsvolle Begleitung durch den Advent zu ermöglichen, hatte Pastoralreferent Nikolaus Wisser die Heilige Familie zu Hilfe gerufen. Seine Idee, Maria, Josef und den Esel zu den Kindern zu schicken, wurde beflügelt durch handgefertigte Figuren der Religionspädagogischen Medienstelle.

„Es hat wunderbar funktioniert“

Bei den Erstkommunionkindern und ihren Eltern stieß die Aktion auf große Resonanz. Von Familie zu Familie wurden die Figuren jeden Tag weitergereicht. „Es hat wunderbar funktioniert, es gab keine Unterbrechung der Reise“, freut sich „Reiseplaner“ Wisser. Außerdem seien die Kinder seiner Bitte nachgekommen, ihm Fotos vom jeweiligen Aufenthaltsort der Heiligen Familie zu schicken und das begleitende Reisetagebuch zu füllen.

„Die Kinder haben sich ganz viel Mühe gegeben, alle haben etwas eingetragen, ein Gedicht geschrieben, ein Bild gemalt oder einen Brief an Maria und Josef verfasst“, berichtet er. Am 10. Tag gab es sogar etwas Selbstgedichtetes. Carla beschreibt in Versen den Weg zur Krippe: „Auf dem Weg nach Bethlehem bleiben Maria und Josef ab und zu mal stehen. Heute dürfen sie zu mir, mit Freude öffnete ich die Tür.“

Drei Tage später sind die Figuren bei Aylin angekommen: „Ich habe Euch in meinem Zimmer eine Höhle gebaut. Ich hoffe, dass Ihr dort gut geschlafen habt“, schreibt sie an Maria und Josef und gesteht am Ende des Briefes: „Ich hätte Euch gerne länger behalten, aber das wäre unfair.“

Heilige Familie muss nochmal vorbeikommen

Vorerst endete die Reise nun im Pfarrhaus. Nebenan in der Kirche werden Maria und Josef bei der Christmette heute um 18 Uhr dabei sein und von der Reise berichten. „Wir wollen die Fotos und Seiten aus dem Tagebuch in der Kirche präsentieren und einige Kinder dürfen aus dem Buch vorlesen“, so Wisser.

Ganz zu Ende ist die Geschichte aber noch nicht. Der Pastoralreferent muss nochmal alle Kreativität aufbieten, um den Wunsch von Gabriel zu erfüllen. Die Heilige Familie war am 2. Dezember bei ihm. Den Tag beschreibt Gabriel aus der Perspektive von Maria und Josef und berichtet von der Stärkung, die es am Reisetag gab: Pfannkuchen, Apfelmus und später Plätzchen. Am Ende des kleinen Berichtes verspricht die Heilige Familie, auf der Heimreise wieder bei ihm vorbei zu kommen und Jesus zu zeigen. „Da muss ich mir noch überlegen, wie wir das anstellen“, schmunzelt Wisser.

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Erstellt:
23. Dezember 2020, 23:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 23sec

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