Markus Dauber verlässt Volksbank in Offenburg

Offenburg/Baden-Baden (tas) – Der Co-Vorstandschef der Volksbank eG – die Gestalterbank, Markus Dauber, hat das Offenburger Geldhaus groß gemacht und geht nun neue Wege.

Markus Dauber gibt seinen Posten bei der Volksbank eG – die Gestalterbank ab. Foto: Volksbank

© Volksbank in der Ortenau

Markus Dauber gibt seinen Posten bei der Volksbank eG – die Gestalterbank ab. Foto: Volksbank

Er hat die Volksbank Offenburg in eine neue Liga geführt – nun verlässt der amtierende Co-Vorstandsvorsitzende Markus Dauber bereits Ende Juni die Volksbank eG – Die Gestalterbank.
Dauber kam 2005 zur damaligen Volksbank Offenburg und formte über die Jahre eine der größten Genossenschaftsbanken in Deutschland. Mit einer Bilanzsumme von knapp elf Milliarden Euro (Stand Ende 2021) steht das Institut auf Platz neun der gewichtigsten Genossenschaftsbanken in der Bundesrepublik, im Lager der Volks- und Raiffeisenbanken schafften die Offenburger es gar unter die Top drei.

Dauber gehört zu denjenigen Bankern, die eine klare Vision von der Zukunftsfähigkeit einer Regionalbank haben. Als er 2013 den Vorstandsvorsitz in Offenburg übernahm, war der Aufbau des digitalen Geschäfts schon seit Jahren im Fokus der Bank. Während die meisten vergleichbaren Institute den bargeldlosen Zahlungsverkehr als eines von vielen Geschäftsfeldern betrachteten, schufen die Offenburger mit der Tochter First Cash Solution einen unabhängigen Anbieter, der heute mit mehr als 100 Mitarbeitern über 18.000 Kunden in Europa betreut..

Räumlich voneinander getrennt

Dauber verfolgte aber auch die Idee, ein Institut mit deutlich höherer Schlagkraft zu schaffen, und das geht in diesen dynamischen Zeiten am schnellsten über Fusionen. 2016 tütete er den Zusammenschluss mit der Volksbank Achern zur Volksbank in der Ortenau ein, vier Jahre später erfolgte der Zusammenschluss mit der Volksbank Schwarzwald Baar Hegau in Villingen-Schwenningen zur Volksbank eG – die Gestalterbank.

Ein Novum: Beide Geschäftsgebiete sind räumlich voneinander getrennt. Dauber sieht das jedoch nicht (mehr) als wesentlichen Erfolgsfaktor für einen erfolgreichen Zusammenschluss an und spricht vielmehr von einer „Wertegemeinschaft“. Diese sollte zuletzt auch auf die Volksbank Rhein-Wehra (Bad Säckingen) ausgeweitet werden, doch das Fusionsvorhaben war wohl zu ambitioniert, Mitte April wurde das Projekt aufgegeben.

Was der 53-Jährige Dauber, der in Oberkirch wohnt, nach seinem Ausscheiden bei der Volksbank machen will, verrät er bisher nicht. Klar ist aber schon, dass er nicht wieder bei einer Bank anheuern wird. In der Region Mittelbaden will er weiter vernetzt bleiben, sein Arbeitgeber möchte über die Nachfolge an der Bankspitze in den kommenden Monaten entscheiden.

Ihr Autor

BT-Redakteur Tobias Symanski

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Erstellt:
25. April 2022, 17:00 Uhr
Lesedauer:
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