Maskenpflicht in Straßburger Altstadt

Straßburg (lor) – Passanten in der Straßburger Altstadt müssen wegen der Corona-Krise eine Maske tragen: Die Regelung gilt für Erwachsene und Kinder ab elf Jahren zwischen 10 und 20 Uhr.

Schüler der Sainte-Aurélie-Grundschule im Straßburger Westen warten darauf, in ihre Klassenräume zurückzukehren. In die Innenstadt darf man nur noch mit Maske. Foto: Badias/dpa

© dpa

Schüler der Sainte-Aurélie-Grundschule im Straßburger Westen warten darauf, in ihre Klassenräume zurückzukehren. In die Innenstadt darf man nur noch mit Maske. Foto: Badias/dpa

Außerdem sind davon die Zugangsstraßen und -brücken zur Innenstadt betroffen sowie folgende außerhalb des Zentrums liegende Straßen und Plätze: Quai des Bateliers, Place und Rue d’Austerlitz, und die Mole rund um die Mediathek André Malreaux.

Die Verordnung ist zunächst bis zum 2. Juni in Kraft und kann laut einer Pressemitteilung der Stadt verlängert werden, wenn das Infektionsgeschehen dies notwendig mache. Wer keine Mund-Nasen-Schutzmaske trägt, riskiert ein Bußgeld. Schilder am Eingang zur Altstadtinsel weisen auf die Vorschrift hin.

Bereits am Freitag vergangener Woche hatte OB Roland Ries eine Maskenpflicht für die in der Stadt abgehaltenen Wochenmärkte erlassen. Sie gilt für Standbetreiber, Kunden und das städtische Personal. Wer dagegen verstößt, dem drohen 38 Euro Bußgeld.

Gruppen von Jugendlichen ohne Masken

Die Verordnung für die Maskenpflicht in der Innenstadt sei das Ergebnis eines Dialogs mit den Gesundheitsbehörden und dem Coronavirus-Beirat, der sich einstimmig für diese Regelung ausgesprochen habe, wird Ries in der Pressemitteilung zitiert.

„Ich habe mit einer gewissen Beunruhigung gesehen, wie sich kleine Gruppen, vor allem Jugendliche und oft ohne Maske, in der Stadt und an den Ufern versammelten“, schrieb Ries weiter. Er habe daher die Maskenpflicht für die am dichtesten frequentierten Orte und zu den Uhrzeiten angeordnet, in denen die meisten Menschen unterwegs sind.

Das Straßburger Stadtoberhaupt hatte sich bereits am Beginn der Ausgangssperre in Frankreich am 16. März für eine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit ausgesprochen. Der Erfolg der Lockerung der Ausgangssperre hänge von der Umsicht eines jeden ab, die allein das Risiko einer Ansteckung durch das Coronavirus eindämmen könne.

Präventionsteams werden weiter im Stadtzentrum und in den Vierteln die Bevölkerung für das Tragen der Masken und andere Schutzmaßnahmen gegen eine Ansteckung sensibilisieren, sagte Ries.

Zum Artikel

Erstellt:
23. Mai 2020, 06:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 53sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.