Max Kruse grüßt nach Elchesheim

Elchesheim/Wolfsburg (rap) – Der Bundesliga-Fußballer Max Kruse richtet eine Aufstiegsbotschaft an die Kollegen vom FV Rot-Weiß Elchesheim. Eine bislang unentdeckte Liebe? Nein: glückliche Fügung.

Max Kruse macht den Spaß mit und nimmt eine rund zehnsekündige Grußbotschaft auf. Foto: Swen Pförtner/dpa

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Max Kruse macht den Spaß mit und nimmt eine rund zehnsekündige Grußbotschaft auf. Foto: Swen Pförtner/dpa

Max Kruse sitzt im Zug, in seinen Händen hält der leidenschaftliche Zocker – natürlich – Karten. Lockerer Zeitvertreib auf der Dienstreise mit seinen Wolfsburger Teamkollegen gen Rheinland. Denn bis Köln, wo der VfL tags darauf sein vorletztes Bundesligaspiel der Saison absolvieren wird, ist es noch ein ganzes Stück. Kurz aber wird die lustige Runde unterbrochen.

Denn plötzlich setzt der Ex-Nationalspieler sein deutschlandweit bekanntes Lausbubengrinsen auf, blickt in eine Handykamera, während im Hintergrund seine Mitspieler feixen und lachen. „Hallo meine Lieben vom FV Rot-Weiß Elchesheim. Ich wünsche euch viel Erfolg in der Landesliga. Hoffentlich steigt ihr auf. Alles Gute, bis bald!“, grüßt Kruse den mittelbadischen Landesligisten in dem gut zehnsekündigen Video, das seit Montagmittag auf dem Instagram-Kanal von RWE zu sehen ist.

Richtet Grüße an RW Elchesheim: Max Kruse. Foto: pr/Instagram

Richtet Grüße an RW Elchesheim: Max Kruse. Foto: pr/Instagram

Max Kruse, der Instinktfußballer, und die Rot-Weißen von der Waldstraße – eine bislang unentdeckte fußballerische Liebe? „Nein“, sagt Raimund Schmalbach. Eher Zufall. Glückliche Fügung. Denn Schmalbach, sportlicher Leiter beim Landesligisten, war beruflich in Berlin und pendelte nach Hannover, um seine Enkelkinder zu besuchen, als die kickenden „Wölfe“ in der Automobilstadt in die Erste Klasse einstiegen. „Dann sind wir einfach so ins Gespräch gekommen. Die Spieler waren sehr nett, wir haben über die Bundesliga, die Partie in Köln, aber auch über den Amateurfußball gesprochen“, sagt der RWE-Verantwortliche, der dann eben die Idee zu einer Grußbotschaft, die als kleine Extramotivation im engen Meisterschaftsduell mit dem SC Hofstetten dienen soll, hatte. Und Max Kruse ließ sich – natürlich – nicht lumpen.

Bereits drei Stunden nachdem der Clip online gestellt wurde, hatte er über 300 Aufrufe, am Abend dann fast deren 500. „Echt toll, dass der Max das sofort gemacht hat. Der hatte überhaupt keine Starallüren und hat den kleinen Spaß mitgemacht. Es ist mir aber nicht gelungen, ein Freundschaftsspiel zu arrangieren“, sagt Schmalbach und lacht.

Einladung bei Verbandsliga-Aufstieg

Dennoch hat der sportliche Leiter die Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen mit Max Kruse nicht aufgegeben. Voraussetzung: der Aufstieg in die Verbandsliga, was gleichbedeutend mit dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte wäre. „Sollte der Fall eintreten, werden wir ihn ganz offiziell zu unserem ersten Heimspiel einladen“, erklärt Schmalbach. Und auch Dirk Rohde, Spielertrainer der Rot-Weißen, hätte freilich nichts gegen einen Besuch des Bundesligaspielers. „Dann zeigen wir ihm mal, wie man richtig feiert“, schmunzelt Rohde, wohlwissend, dass Kruse selbst Nachtschwärmer und Discogänger ist.

Und zur Not könnten auch die Grillhähnchen von Vorstand Dieter Link, eine echte Elchesheimer Spezialität, als Hilfsmittel eingesetzt werden. Denn ein Kostverächter ist Nutella-Liebhaber Kruse, der es mit der fußballergerechten Ernährung nicht so genau nimmt, freilich nicht.

Nur mit dem Zug sollte Max Kruse dann im Spätsommer nicht nach Elchesheim reisen. Denn kurz nachdem Raimund Schmalbach den ICE am vergangenen Freitag verlassen hatte, gab die Klimaanlage den Geist auf, der VfL-Tross musste in Hamm aus- und später umsteigen. „Die Deutsche Bahn hat uns grad aus dem Zug geworfen, vielen Dank dafür“, ließ Kruse seinem Unmut freien Lauf. Natürlich per Instagram-Story.

Ihr Autor

BT-Redakteur Christian Rapp

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Erstellt:
10. Mai 2022, 14:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 34sec

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