Mehr Sicherheit im Tunnel Gernsbach

Gernsbach (uj) – Die Sicherheit im Gernsbacher Tunnel wird verbessert. Aktuell werden in die Röhre vier weitere Rettungstreppenhäuser eingebaut. Der Rohbau soll im Herbst fertig sein.

Sieben der zehn Abschnitte des Querstollens am Kurpark sind inzwischen betoniert. Foto: Lukas Gangl/Archiv

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Sieben der zehn Abschnitte des Querstollens am Kurpark sind inzwischen betoniert. Foto: Lukas Gangl/Archiv

Wann werden die Arbeiten im Zusammenhang mit dem Sicherheitskonzept für den Gernsbacher Tunnel abgeschlossen sein? Da gibt es zwei Lesarten. Herbst dieses Jahres oder Frühjahr 2022.

Um die Sicherheit in der 1.527 Meter langen Röhre zu verbessern, werden derzeit vier neue Rettungstreppenhäuser (RTH) eingebaut. Bislang gab es nur eines etwa in der Mitte des Tunnels mit Ausgang hinter der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde Gernsbach (RTH 3).

Auf BT-Anfrage präsentiert das Regierungspräsidium Karlsruhe den aktuellen Sachstand des Projekts. Probleme gab es beim RTH „Am Kurpark“, (RTH 2). Dort entdeckte man es im Gegensatz zur Planung tieferliegenden Fels. Zur Folge hatte dies eine längere Bauzeit. Außerdem musste eine Umplanung vorgenommen werden. Das hatte auch Auswirkungen auf die Kosten.

Vier neue Rettungswege

- RTH 1 „Obertsroter Landstraße“: Das Rettungstreppenhaus ist komplett fertiggestellt. Es steht noch die Anpassung des Stahlbetonrahmens (Schleifen, Spachteln, Streichen) an.

- RTH 2 „Am Kurpark“: Sieben der zehn Abschnitte des Querstollens sind komplett betoniert. Das RP rechnet mit der Fertigstellung voraussichtlich Mitte Juni. Im Anschluss sind Abdichtungsarbeiten und Betonagen der Schachtwände und Herstellung der Gebäude samt Stützwand zur Bahn, der Einbau von Rettungstüren und die Wiederherstellung der Außenanlagen notwendig.

- RTH 4 „Am Blumenweg“: Die Schachtwände sind komplett betoniert; es wird mit den Betonagen der aufgehenden Wände begonnen. Danach werden Spundwände zurückgebaut.

- RTH 5 „Am Bahnhof“: Querstollen und Bodenplatte des Schachts sind vollständig betoniert; momentan finden Abdichtungsarbeiten für den Schacht statt.

An allen RTH sind noch Betonagen an Schachtwänden, die Herstellung der Gebäude, der Rückbau der Spundwände, der Einbau der Rettungstüren sowie die Wiederherstellung der Außenanlagen notwendig.

Allgemein stehen nach kompletter Fertigstellung des Rohbaus an: Begrünung der Außenanlagen, Einbau der Betriebstechnik der Rettungstreppenhäuser und Anschluss der Technik an den Bestandstunnel durch separate Ausschreibung voraussichtlich ab Dezember 2021.

Von der Fertigstellung aller Rettungstreppenhäuser (Rohbau) wird momentan im vierten Quartal 2021 ausgegangen. Die voraussichtliche Gesamtfertigstellung wird vom Regierungspräsidium mit Frühjahr 2022 angegeben.

Die Mehrkosten betragen etwa 500.000 Euro aufgrund von Umplanungen und vermehrtem Meißeln beim Vortrieb in den Annäherungsbereichen am Bestandstunnel. Somit belaufen sich die voraussichtlichen Baukosten insgesamt auf aktuell 16,5 Millionen Euro.

Ihr Autor

BT-Redakteur Ulrich Jahn

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Erstellt:
2. Juni 2021, 08:00 Uhr
Lesedauer:
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