Mehrtagestour soll Wanderer nach Bühl locken

Bühl/Ottersweier/Bühlertal (hol) – Die Ferienregion Bühl, Bühlertal, Ottersweier will einen neuen Etappenwanderweg ausweisen: den 74 Kilometer langen Bühlotsteig.

Wasser und Wald im Überfluss: Der neue Bühlotsteig wird auch an den Gertelbachwasserfällen entlang führen. Foto: Harald Holzmann

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Wasser und Wald im Überfluss: Der neue Bühlotsteig wird auch an den Gertelbachwasserfällen entlang führen. Foto: Harald Holzmann

Er ist ein Herzstück der neuen Wander- und Mountainbikekonzeption für die Ferienregion, die nun von den drei Gemeinderäten verabschiedet werden soll.

In vier Tagen soll der neue Wanderweg die Waldläufer von Bühl über Neusatz, Bühlertal, die Gertelbachwasserfälle und Unterstmatt zur Hundseck und dann über Sand, Kohlbergwiese, Schwanenwasen, Bühlertal, den Schartenberg und Eisental zurück in die Zwetschgenstadt führen. Damit setzt die Ferienregion auf Wandertouristen. „24 Prozent aller unternommenen Wanderurlaube werden als Mehrtagestouren durchgeführt“, heißt es in der Konzeption, die die Agentur „Tour Konzept“ aus Schonach erarbeitet hat und den Gemeinderäten vorliegt. Die Kosten für die Konzeption in einer Höhe von knapp 63.000 Euro trägt zu 60 Prozent der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord.

Der neue Bühlotsteig kombiniere alle Highlights der Ferienregion mit all ihren Facetten Wald, Wildnis, Wein und Panoramaaussichten. „Er wäre werbewirksam zu positionieren unter den Etappenwanderwegen im Schwarzwald“, meinen die Experten weiter. Die ausnahmslos kurzen Wege zu den Ausgangs- und Endpunkten der vier Etappen sowie der Anschluss an den Nahverkehr erlaubten Wanderungen von Gastgeber zu Gastgeber mit Gepäck, aber auch mit Gepäcktransfer. Auch die Begehung der einzelnen Etappen als Tageswanderungen von daheim oder von Gastgebern in der Ferienregion aus sei möglich.

Vier Tagesetappen geplant

Dabei sind die vier geplanten Tagesetappen, die bis 2023 ausgeschildert und dann auch kräftig beworben werden sollen, durchaus knackig. Am ersten Tag stehen 18 Kilometer und 690 Höhenmeter auf dem Plan – es geht vom Bühler Kirchplatz los über Kappelwindeck, den Klotzberg, die Burg Windeck und Neusatzeck hinüber nach Bühlertal. Wandertag zwei setzt noch einen drauf: 20 Kilometer und 1.045 Höhenmeter sind zu überwinden. Von Bühlertal geht es entlang den Gertelbachwasserfällen hinauf zum Sickenwalder Horn und dann über Immenstein und Unterstmatt zur Hundseck. Die dritte Etappe ist mit ebenfalls 20 Kilometern aber nur 335 Höhenmetern relativ erholsam gestaltet. Vom Hundseck geht es über Sand, Plättig, Herthahütte, Kohlbergwiese, Schwanenwasen und Engelsberg wieder hinab nach Bühlertal. Tag vier bringt mit 16 Kilometern und 500 Höhenmetern die kürzeste Etappe. Von Bühlertal geht es über den Engelsberg, den Schartenberg und Eisental zum Carl-Netter-Turm und dann wieder nach Bühl.

Die neue Wander- und Mountainbikekonzeption sieht aber deutlich mehr vor als die Ausweisung eines neuen Etappenwanderweges. In dem mehr als 100 Seiten starken Papier werden alle bestehenden Wege aufgelistet, Optimierungsmöglichkeiten aufgezeigt, Missstände beispielsweise bei der Beschilderung für Mountainbiker benannt und Ratschläge zur Vermarktung der Ferienregion als Wander- und Mountainbikeparadies gegeben. Auch neue Tagestouren sind geplant: die Bühler Runde (12 Kilometer) um Bühl, eine Augenblick-Runde am Bühlerstein, der Schartenberg-Rundweg (11,7 Kilometer) bei Eisental, die Ottersweierer Runde (6,8 Kilometer) durch die Vorberge bei Hub und Neusatz, der Felsenweg (8 Kilometer) an der Schwarzwaldhochstraße und der Sickenwalder Horn-Rundweg (7,6 Kilometer) bei Bühlertal.

Ihr Autor

BT-Redakteur Harald Holzmann

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Erstellt:
10. Oktober 2021, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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