Meilenstein für die Altstadt-Entwicklung

Gernsbach (stj) – Die Baugenehmigung für das Gleisle-Areal ist erteilt, darin werden Wohnungsbau und Denkmalschutz „optimal verbunden“. Das betonten Bauamtsleiter Jürgen Zimmerlin und Bürgermeister Julian Christ am Donnerstag bei der offiziellen Übergabe des Papiers an Elschad Kasimov, dem Geschäftsführer der Bauträgerfirma Emely.

Freude über die Baugenehmigung für das Gleisle-Areal, die nach viel Vorarbeit nun von Bauamtsleiter Jürgen Zimmerlin (links) und Bürgermeister Julian Christ (rechts) an Geschäftsführer Elschad Kasimov übergeben werden konnte. Foto: Juch

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Freude über die Baugenehmigung für das Gleisle-Areal, die nach viel Vorarbeit nun von Bauamtsleiter Jürgen Zimmerlin (links) und Bürgermeister Julian Christ (rechts) an Geschäftsführer Elschad Kasimov übergeben werden konnte. Foto: Juch

Nach mehr als 30 Jahren Verhandlungen und kontinuierlichen Vorarbeiten ist jetzt der Weg frei für die bauliche Zukunft auf dem Gleisle-Areal: Bürgermeister Julian Christ überreichte Elschad Kasimov, dem Geschäftsführer der Emely Bauträger GmbH, gestern die Baugenehmigung. Hinter diesem Stück Papier steckt ein immenser Aufwand, betonte der Investor: „Wir sind sehr, sehr froh“ nun Klarheit zu haben, erklärte Kasimov.

„Der Bauträger plant den Bau eines Mehrfamilienhauses mit Tiefgarage und die Sanierung der 42 Meter langen und vier Meter hohen Stadtmauer auf dem Gleisle-Areal“, fasste Bauamtsleiter Jürgen Zimmerlin zusammen: Damit „wird ein wertvoller Teil unserer Stadtgeschichte erhalten. Ein spannendes Projekt, das Wohnungsbau und Denkmalschutz optimal verbindet. Unsere Beharrlichkeit hat sich gelohnt.“

Stadtmauer wird im Berliner Verbau gesichert

Bevor es allerdings los geht, werden wohl noch mindestens drei, vier weitere Monate vergehen, kündigte Kasimov an. Sein Unternehmen, dessen Hauptsitz sich in Leipzig befindet und das eine Außenstelle in Lahr unterhält, müsse zunächst die Baugenehmigung prüfen und dann im Detail festlegen, wie der Projekt-Ablauf aussehen soll. „Ich denke, wir werden das gemeinsam meistern“, sagte er zu Zimmerlin und Christ. Denn die Stadtverwaltung wirft natürlich ein wachsames Auge auf die Einhaltung des vom Gemeinderat nach intensiver Diskussion verabschiedeten vorhabenbezogenen Bebauungsplans. Dieser lasse dem Bauträger keine Spielräume, wie Zimmerlin betonte. Deshalb sei zunächst das Sicherungskonzept für die historische Stadtmauer umzusetzen. Diese muss für die Realisierung der Tiefgarage hinter dem Zwinger mit dem sogenannten Berliner Verbau (die Sicherung der Wände einer Baugrube, die das Einbrechen und Nachrutschen von Erdreich verhindert) geschützt werden. Ein schwieriges Unterfangen, das von einer Spezialtiefbaufirma erledigt wird.

Der Zwinger wird zukünftig wieder für die Allgemeinheit öffentlich zugänglich sein. „Darüber werden sich die Stadtführer freuen“, meinte Zimmerlin. Und Bürgermeister Christ ergänzte, dass man der Altstadt etwas Gutes tue: Für das Herz der Papiermacherstadt sei die Baugenehmigung auf dem Gleisle-Areal ein Meilenstein. Mit dem zentral gelegenen Bauprojekt in der Hauptstraße 6 werde zudem der in Gernsbach dringend benötigte Wohnraum geschaffen, freute sich der Schultes. Die elf Wohneinheiten von circa 60 bis 97 Quadratmeter Größe werden allesamt mit einem Aufzug erreichbar barrierefrei gestaltet, kündigte Kasimov an.

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Erstellt:
14. Mai 2020, 18:30 Uhr
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