Mensch und Natur: Geert Bordich stellt in Baden-Baden aus

Baden-Baden (vr) – Als Maler mit vielen Facetten erweist sich Geert Bordich. Er stellt bis 12. November im Amorc-Kulturforum in Baden-Baden aus. Im Fokus seiner Arbeiten stehen Natur, Mensch und Meer.

Geert Bordich mit einigen seiner Küstenlandschaften in verschiedenen Techniken, die er im Amorc-Kulturforum zeigt.  Foto: Veruschka Rechel

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Geert Bordich mit einigen seiner Küstenlandschaften in verschiedenen Techniken, die er im Amorc-Kulturforum zeigt. Foto: Veruschka Rechel

„Ich male die Schönheiten der Natur, solange sie noch vorhanden sind“, erklärte Geert Bordich aus Baden-Baden, der jetzt eine Ausstellung mit seinen Bildern im Amorc-Kulturforum eröffnete.
Der Künstler weist einerseits zwar auf die Schönheiten der Natur hin, andererseits aber auch auf die negativen Folgen der Umweltzerstörung. Grundsätzlich sucht er den Dialog zwischen Mensch und Umwelt, zeigt die Probleme der sich ständig verändernden Gesellschaft und versucht, diese mit den Mitteln der Kunst zu verarbeiten und weiterzugeben. Die meist farbenprächtigen Arbeiten in Öl und Acryl sind in vielen privaten und öffentlichen Einrichtungen im In- und Ausland vertreten.

Seine künstlerische Ausbildung absolvierte der gebürtige Kieler an einer privaten Kunstschule in Hamburg und machte seinen Abschluss als Meisterschüler. Geert Bordich gehört dem Kreis der sogenannten Hamburger Realisten an und ist immer wieder als Dozent für Malerei tätig. Seit 2012 lebt und arbeitet er in Baden-Baden. Seine Werke sind besonders facettenreich.

Viele seiner Bilder verraten den Bezug des passionierten Seglers zum Norden. In den Landschaften und Figurenszenen finden sich zahlreiche maritime Motive. Boote, Fischer, Wasser, Wellen und Wolkenhimmel, wie man sie vorzugsweise am Meer findet. Bei dem Bild „Another Splash“ beispielsweise kann der Betrachter das Geschehen geradezu spüren – das Eintauchen ins Wasser, das Spritzen, Schäumen, die Bewegungen der Wasseroberfläche. „Strandleben auf Fuerteventura“ dagegen stellt fröhliche Kinder und Erwachsene dar, die im Wasser plantschen.

Die in der Ausstellung gezeigten Küstenlandschaften verschiedener Länder sind in diversen Techniken gemalt. Mal sieht man den Pinselstrich, mal sind es ganz weiche, zarte Übergänge, aber immer verschmelzen Himmel, Wasser und Land. Bei „Clouds reflexion“ lässt sich der Titel in zweifacher Bedeutung lesen: als Spiegelung der Wolken im Wasser und als Reflexion der Wolken. In Bordichs Darstellung fließen Wolken- und Wasserwelt ineinander, vereint durch das gleiche Element in unterschiedlichen Aggregatzuständen. Das Werk „Gewächshaus auf Fuerteventura“ verwandelt Blätter und Blüten zur malerischen Fläche aus Farbereignissen und linearen Momenten.

Auf soziale Unterschiede aufmerksam machen

Auch auf die krassen, sozialen Unterschiede in der Gesellschaft möchte Bordich aufmerksam machen. Beste Bild-Beispiele: „Rue des Hallebardes in Straßburg“ mit einer Obdachlosen und ihrem Hund, die gerade von Touristen fotografiert werden. „One Way Ticket“ zeigt den Times Square in New York, im dunkleren Vordergrund eine Prostituierte, ein Obdachloser und ein Straßenköter, im lichterfüllten Hintergrund eine gut gekleidete Frau.

Manche solcher Szenen fängt der Künstler unterwegs mit seiner Kamera ein, und hinterher setzt er sie in seinem Atelier bildhaft in Szene. Mit dem Gemälde der Bildhauerin „Louise Bourgois“ hat Bordich den Stil der alten Meister versucht, was ihm sehr gut gelungen ist. Schicht für Schicht hat er die runzelige Hand gemalt, die ein extrem arbeitsreiches Leben verrät.

Die Ausstellung ist bei freiem Eintritt bis zum 12. November im Amorc-Kulturforum in der Langestraße 69 zu sehen. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Donnerstag von 10 bis 17 Uhr und Freitag von 10 bis 13 Uhr.

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Erstellt:
6. Oktober 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
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