Messe Offerta setzt stark auf Außenflächen

Rheinstetten (win) – Die Verbrauchermesse Offerta öffnet am 24. Oktober ihre Pforten. Mit 88.000 Quadratmetern ist sie größer bemessen als je zuvor. Tickets gibt es nur online.

Genügend Platz am Stand: Auf den großen Besucheransturm wollen die Messemacher verzichten. Foto: MK/Jürgen Rösner

© JUERGEN ROESNER

Genügend Platz am Stand: Auf den großen Besucheransturm wollen die Messemacher verzichten. Foto: MK/Jürgen Rösner

Die Branche schaut nach Rheinstetten. Als erste Publikumsmesse in Baden-Württemberg wird die Verbrauchermesse Offerta trotz Corona-Beschränkungen am Samstag kommender Woche ihre Pforten öffnen. Neun Tage lang werden insgesamt 516 Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen präsentieren, rund 300 weniger als im Vorjahr.
Erstmals wird auf der Außenfläche östlich der Messehallen ein Spaßbereich mit Jahrmarkt-Feeling und 38 Meter hohem Riesenrad aufgebaut. Auf den Freiflächen zwischen den einzelnen Hallen wurden – schon getrennt - Bereiche für E-Mobilität und die nicht immer ganz leise Motorwelt eingerichtet, das Atrium in der Mitte des Geländes wird zum Biergarten.

Ziel ist es, möglichst viele Aktivitäten ins Freie zu verlegen – und mit einer Bruttofläche von 88.000 Quadratmetern ist die Offerta größer bemessen als je zuvor. Auf den großen Besucheransturm der vergangenen Jahre muss man allerdings verzichten. Maximal 12.000 Besucher pro Tag sind laut Hygienekonzept zulässig, früher waren es an guten Tag durchaus doppelt so viele.

Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. So gibt es in diesem Jahr keine Tickets an der Tageskasse, wer die Offerta besuchen will, muss sich vorab im Internet um eine Eintrittskarte kümmern und sich registrieren, für den Fall, dass eine Kontaktverfolgung nötig werden sollte. Auf dem Gelände gilt Maskenpflicht, und auch die Handdesinfektion gehört zur neuen Normalität. Die beliebte Kochbühne wird diesmal nur digital stattfinden und damit ohne Probierhäppchen für das Publikum. Die Wege in den Hallen werden mit fünf Metern deutlich breiter als bisher sein, zudem gibt es eine Einbahnregelung.

Größte Markthalle Deutschlands

„Die Menschen haben gelernt, die Verhaltensregelungen einzuhalten“, gibt sich Messe-Chefin Britta Wirtz zuversichtlich, dass die Offerta ohne die ganz großen Probleme über die Bühne gehen wird. Vieles wurde im Vorfeld überlegt, um den Offerta-Fans einen möglichst problemlosen Besuch der Messe zu ermöglichen. Wer rechtzeitig bucht oder an den eher schwach besuchten Tagen vorbeischaut, bekommt die Karte zudem günstiger.

Die dm-Arena soll neun Tage lang zur größten Markthalle Deutschlands werden, mit der üblichen Mischung aus kulinarischen Spezialitäten und bewährten Hausartikeln. Stark im Kommen sind natürliche und nachhaltige Produkte und Initiativen wie Foodsharing oder das Wasserprojekt Viva con Agua de Sankt Pauli. Die Aufteilung der Halle wurde hierfür grundlegend geändert, sodass viele „alte“ Aussteller auf neue Flächen umziehen mussten.

Trotz des offensiv zur Schau getragenen Optimismus bleibt auch die Ungewissheit. Angesichts der täglich steigenden Infektionszahlen liege nicht nur ein Plan B in der Schublade, „wir haben auch einen Plan C und einen Plan D“, sagt Maren Mehlis, die bei der Messe Karlsruhe für den Bereich Kommunikation zuständig ist. Dass die Offerta am Ende womöglich ganz abgesagt werden muss, daran werden derzeit aber keine Gedanken verschwendet.

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Erstellt:
15. Oktober 2020, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
15. Oktober 2020, 06:40 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 23sec

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