Millionen-Investitionen an Schulen in Baden-Baden

Baden-Baden (sga) – In den Schulen in Baden-Baden wird auch während der Sommerferien gearbeitet. Das MLG und die LLS werden für Millionenbeträge saniert.

Die Räume in der Stephanienstraße werden unter anderem in Sachen Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht. Foto: Sarah Gallenberger

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Die Räume in der Stephanienstraße werden unter anderem in Sachen Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht. Foto: Sarah Gallenberger

Hochbetrieb trotz Sommerferien: In den Baden-Badener Schulen herrscht auch während der sechswöchigen Pause reges Treiben. Schließlich steht einiges an Arbeiten an, die so schnell wie möglich beendet werden sollten.

So auch auf dem Gelände des Markgraf-Ludwig-Gymnasiums (MLG). Dort soll zwar erst Mitte 2023 der naturwissenschaftliche Anbau generalsaniert werden, doch ein Teil der Klassen muss bereits ab diesem September anderweitig untergebracht werden. Da laut Björn Käckell vom Fachgebiet Gebäudemanagement im vergangenen Schuljahr keine Abiturprüfung stattgefunden hat und im neuen Jahr drei weitere Klassen hinzukommen, erhöht sich die Schüleranzahl von 673 auf 763 – es wird also ziemlich eng. „Wir sind hier platztechnisch nicht wirklich flexibel“, weist Käckell auf die aktuell circa 750 bis 800 Quadratmete große Fehlfläche hin. Um ausweichen zu können, wurde eine Containeranlage gemietet, die gar nicht so einfach angeliefert werden konnte: Hierfür musste bereits die Brücke zwischen Haupt- und Nebengebäude rückgebaut werden.

Naturwissenschaftlicher Anbau wird saniert

Wenn Mitte 2023 mit der Generalsanierung des naturwissenschaftlichen Bereichs begonnen wird, soll die Containeranlage laut Käckell ungefähr um das Doppelte erweitert werden, damit genügend Platz für den Unterricht in Physik, Biologie und Chemie bleibt. In dem 50 Jahre alten Anbau steht dann die Modernisierung von Technik, Ausstattung der Fachräume und des Bauwerkes selbst an.

Bis 2024 sollen die entsprechenden Maßnahmen abgeschlossen sein – und durch die energetische Sanierung „voraussichtlich 60 Prozent des heutigen Heizungsbedarfs eingespart werden“, so Käckell. Die Stadt habe die Planungen allerdings noch nicht abgeschlossen. „Das ist auch nicht so einfach“, weil das Gebäude ins Stadtbild passen muss. Der Beschluss soll im Juni 2022 fallen. Kosten wird das Projekt zwischen 5,5 und 6,5 Millionen Euro, von denen 573.000 Euro gefördert werden.

Björn Käckell stellt die angemietete Containeranlage am MLG vor. Foto: Sarah Gallenberger

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Björn Käckell stellt die angemietete Containeranlage am MLG vor. Foto: Sarah Gallenberger

Ebenfalls in Containern unterrichtet wird ab September auch im Schulzentrum West: Weil die Bestandsgebäude der dort ansässigen Bildungseinrichtungen rund 40 Jahre alt sind, müssen diese laut Käckell in den nächsten Jahren Jahren saniert werden. Zuerst erneuert werden die Gebäude 3 und 9 der Louis-Lepoix-Schule (LLS). Fällig sind dort bei Kosten von 7.950.000 Euro unter anderem das Dach und die Fassade sowie die Innenräume und die digitale Infrastruktur. In Angriff genommen wird außerdem ein zweiter baulicher Rettungsweg und bauliche Defizite im Brandschutz, außerdem werden der sommerliche Wärmeschutz und die Raumakustik verbessert.

Gefördert wird die Maßnahme mit 2.163.000 Euro aus dem kommunalen Sanierungsfond des Landes für Schulgebäude und 85.380 Euro aus dem Klimaschutz Plus für energieeffiziente Sanierungen. Investiert wird übrigens auch in die Containeranlage (1,25 Millionen Euro), die aufgrund der längerfristigen Nutzung aus wirtschaftlichen Gründen gekauft und auf dem Parkplatz zwischen Sportplatz und dem Kinderhaus Eulenspiegel aufgestellt wurde. Dort sollen sechs Klassenräume sowie Lehrerzimmer für rund 1,5 Jahre untergebracht werden.

Mehr Platz für Schüler und Lehrer

Während es in den einen Klassenräumen noch viel zu tun gibt, kann der neue Ganztagesbereich in der Realschule schon genutzt werden. In einer vorher eher dunkleren Ecke des Gebäudes wurde die Außenfassade nach hinten versetzt und so genug Raum für Unterricht und Betreuung geschaffen.

Endlich hell und freundlich: In der Realschule fühlen sich die Schüler wohl. Foto: Sarah Gallenberger

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Endlich hell und freundlich: In der Realschule fühlen sich die Schüler wohl. Foto: Sarah Gallenberger

Im Zuge des zweiten Bauabschnitts wurden Verwaltung und Lehrerzimmer zusammengelegt und offen und hell gestaltet – inklusive LED-Beleuchtung und Brandschutzsanierung. Bis 2022 sollen nun auch die Flure und Klassenzimmer im Erdgeschoss und zweitem Obergeschoss erneuert werden. Von den insgesamt anfallenden rund 2,2 Millionen Euro Kosten werden 326.000 Euro vom Land gefördert.

Ihr Autor

BT-Redakteurin Sarah Gallenberger

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Erstellt:
13. August 2021, 19:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 44sec

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