Millionen für Zukunftstechnik aus der Region

Karlsruhe (BT) – Eine Stadtbahn, die Menschen und Güter befördert, eine Drohne für die Zustellung und ein digitales Innovationszentrum; drei Projekte aus der Region erhalten eine Millionen-Förderung.

Eines der nun geförderten Projekte soll dafür sorgen, dass die Stadtbahnen künftig nicht nur Menschen, sondern auch Güter befördern. Foto: Paul Gärtner/KVV

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Eines der nun geförderten Projekte soll dafür sorgen, dass die Stadtbahnen künftig nicht nur Menschen, sondern auch Güter befördern. Foto: Paul Gärtner/KVV

Auf dem Weg in die Digitalisierung und den Umbau des Transportsystems zu mehr Nachhaltigkeit hat die Technologie-Region Karlsruhe (TKR) für drei Modellprojekte eine Millionen-Förderung sichern können. Die drei Leuchtturmprojekte waren beim „RegioWIN-Wettbewerb“ des Landes Baden-Württemberg eingereicht worden. Und alle drei wurden prämiert. Damit erhalten diese eine Förderung in Höhe von zusammen 19 Millionen Euro, unter anderem aus dem europäischen Fördertopf für regionale Entwicklung (EFRE). Insgesamt wird RegioWIN damit ein direktes Investitionsvolumen von 31,1 Millionen Euro auslösen und insbesondere die Innovationskraft der TRK weiter beschleunigen, teilte die Technologie-Region am Mittwoch mit.

Zu den prämierten Leuchtturmprojekten gehört „regioKArgoTramTrain“, der Prototyp einer neuartigen Güter-Stadtbahn, die bereits ab 2022 im Reallabor getestet wird. Sie soll gleichzeitig Fahrgäste und Güter aus der Region in die Stadt transportieren, um angesichts des stetig zunehmenden Lieferverkehrs im urbanen Raum mit einem ganzheitlichen Lieferkonzept Abhilfe zu schaffen. Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) fungiert dabei als Konsortialführer eines Konsortiums aus zahlreichen namhaften Partnern. Die Stadtbahn ist Teil eines ganzheitlichen Cargo-Konzepts, mit dem sich der Güterverkehr in Karlsruhe und Mittelbaden neu aufstellen soll.

Mit dem Leuchtturmprojekt „RegioMORE“ soll in Bühl ein regionales, grenzüberschreitendes „Digital Ecosystem“ entstehen, das insbesondere die mittelständischen Unternehmen der lokalen Wirtschaft sowie Wissenschaft, Schulen, Bürger und Kommunen lückenlos miteinander vernetzt. Als Innovationszentrum soll es die nötige Infrastruktur zum Experimentieren, zur Digitalisierung und zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle schaffen. „RegioMORE“ wird federführend von der Stadt Bühl, dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und USM U. Schärer Söhne GmbH vorangetrieben.

Das dritte Leuchtturmprojekt heißt „LastMileCityLab“ und soll das Reallabor Bruchsal um eine weitere Komponente ergänzen: mit dem weltweit ersten Citylabor zur Entwicklung und zum Test von Gütertransport-Technologien im urbanen Raum, also auf der letzten und vorletzten Meile. Neben autonom fahrenden Lastenrädern und Liefer-Robotern wird künftig auch die Volo-Drohne, ein elektrisch angetriebenes Lasten-Luftfahrzeug, die Stadtquartiere mit Gütern versorgen.

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