Millionenprojekt in Bühl bald fertig

Bühl (sre) – Mehr Aufenthaltsqualität ist ein wichtiges Ziel bei der Sanierung der Sparkassenzentrale an der Bühler Eisenbahnstraße und des dortigen Umfelds. Das Projekt wird im Frühjahr fertig.

Nicht nur die Sparkassen-Zentrale, auch das Umfeld im Herzen der Stadt wird derzeit neu gestaltet. Foto: Bernhard Margull

© bema

Nicht nur die Sparkassen-Zentrale, auch das Umfeld im Herzen der Stadt wird derzeit neu gestaltet. Foto: Bernhard Margull

Nach fast zwei Jahren geht bei der Sparkasse Bühl die Generalsanierung der Zentrale in der Eisenbahnstraße in die letzte Phase: In der kommenden Woche beziehen die ersten Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze. Unterdessen wird von städtischer Seite das Umfeld des Baus umgestaltet: Dieser Bereich der Innenstadt soll eine deutliche Aufwertung erfahren.

„Es ist ein weiterer Mosaikstein zur Attraktivität unserer Innenstadt“, macht Oberbürgermeister Hubert Schnurr im BT-Gespräch die Bedeutung der Maßnahme klar. Größte Veränderung ist die Öffnung hin zum Europaplatz mit dem Bürgerhaus. Die Erdaufschüttung sowie Mauer und alte Treppenanlage, die den Platz bislang zur Sparkasse hin begrenzt haben, sind mittlerweile verschwunden. Stattdessen soll der Belag des Platzes weitergeführt werden – ganz im Sinne eines stimmigen Gesamtbildes für das komplette Stadtzentrum.

Dabei geht der Blick nicht nur in Richtung Europaplatz, sondern auch zum Stadtgarten sowie zum Kirch- und Marktplatz auf der anderen Seite: So liegt der Auswahl des Materials etwa beim Pflasterbelag die Gestaltungsidee des Kirch- und Marktplatzes zugrunde. Dazu passt auch eine neue Achse, die durch das Sparkassengebäude entsteht: Die zukünftige Schalterhalle im Erdgeschoss wird als fußläufige Verbindung zwischen Stadtgarten und Europaplatz ausgebaut. Ebenfalls attraktiver werden soll die Baumallee westliche der Sparkasse: Der Bereich, der bislang eher ein Schattendasein fristete, erhält unter anderem einen neuen, barrierefreien Zugang.

Budget von 16 Millionen Euro

„Momentan sind wir in der Umsetzung“, erläutert OB Schnurr. Die Arbeiten im Außenbereich hätten sich witterungsbedingt etwas verzögert, bis Ostern wolle man aber fertig werden. Das passt auch gut mit den Planungen bei der Sparkasse selbst zusammen: Auch dort wird es wohl Ostern, bis der Umzug abgeschlossen ist und die Kundenbetreuung im generalsanierten Gebäude starten kann, wie Vorstandsvorsitzender Frank König berichtet. Damit hat sich das Großprojekt trotz Corona nur wenig verzögert: Ursprünglich wollte man im Januar komplett eingezogen sein.

Auch in Bezug auf Qualität und Kosten habe man mit den beauftragten Firmen „Glück gehabt“, so König. Das geplante Budget von 16 Millionen Euro für die Generalsanierung werde man einhalten können. Nun freue man sich, nach und nach die Zentrale wieder beziehen zu können.

Das Provisorium in den vergangenen zwei Jahren sei durchaus eine Herausforderung gewesen. Die Kundenbetreuung erfolgte neben der Baustelle in einem Container-Gebäude auf dem Europaplatz, viele Mitarbeiter waren auf andere Standorte verteilt. Verbunden mit Homeoffice habe dieses Konstrukt gerade in Corona-Zeiten aber auch Vorteile gehabt, so König. Und die Kreditakten seien ohnehin alle digitalisiert: „Da muss keine Akte mehr hin- und hergefahren werden.“ Ein Umstand, der nun auch den Umzug in die umgestaltete Zentrale erleichtern dürfte.

Zum Artikel

Erstellt:
15. Januar 2021, 18:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 20sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Orte


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.