Millionenprojekt vor der Vollendung

Gernsbach (stj) – Die Energetische Sanierung der einzigen Papiermacherschule Deutschlands soll nach den Sommerferien abgeschlossen sein.

Der neu gestaltete Schulhof der Papiermacherschule ist in Kooperation mit dem Papierzentrum Gernsbach entstanden. Foto: Gareus-Kugel

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Der neu gestaltete Schulhof der Papiermacherschule ist in Kooperation mit dem Papierzentrum Gernsbach entstanden. Foto: Gareus-Kugel

Die Papiermacherschule hat ein neues Gesicht bekommen: Die seit 2017 laufende energetische Sanierung strebt nun ihrem Ende entgegen. Über 1,8 Millionen Euro wird das Land dann in den 1977 eingeweihten Gebäudekomplex investiert haben. Die Fertigstellung der letzten Maßnahmen soll in den Sommerferien erfolgen, kurz nach Beginn des Schuljahres 2020/ 2021 ist eine Einweihungsfeier geplant. Wie diese angesichts der Corona-Verordnungen genau aussehen wird, darüber befinde man sich noch in der Abstimmung. Das teilt Martin Meier auf BT-Anfrage mit. Er ist beim Landratsamt Rastatt Leiter des Sachgebiets Hochbau/Gebäudewirtschaft.

Knapp 1,5 Millionen Euro aus dem Kommunalen Sanierungsfonds

Die Pandemie habe das Projekt etwas in die Länge gezogen. So konnten phasenweise Arbeiter aus Frankreich nicht nach Gernsbach kommen, um die energetische Sanierung weiter voranzutreiben. Zudem verwiest Meier auf den Stundenplan der Papiermacherschüler und die teils lärmintensiven Arbeiten, die nicht während der Prüfungsphase ausgeführt werden konnten. Auch habe es Probleme gegeben, eine Rohbaufirma zu finden. Summa summarum ergab sich so eine Verzögerung von einigen Monaten.

In vier Bauabschnitten ist innerhalb von rund vier Jahren die komplette Außenhaut der Papiermacherschule auf den neuesten Stand gebracht worden. Hinzu kommen Brandschutzmaßnahmen, neue Beleuchtung und Toilettenanlagen (Scheffelstraße) sowie ein Aufzug für Barrierefreiheit, der in den kommenden Wochen noch installiert wird. In Kooperation mit dem Papierzentrum ist zudem der Schulhof neu gemacht worden. Aus dem Topf „Kommunaler Sanierungsfonds“ des Landes flossen 1,46 Millionen Euro in die Modernisierung der einzigen Papiermacherschule Deutschlands. Aus ihr ziehen Absolventen in alle Welt hinaus und tragen so den Namen Gernsbachs, des Murgtals und des Landkreises Rastatt weiter. Viele von ihnen bleiben über die 1959 gegründete Vereinigung Gernsbacher Papiermacher mit der Stadt verbunden.

Papierzentrum: Neuer Hauptgeschäftsführer

Das Papierzentrum, das getragen von den Landesarbeitgeberverbänden der deutschen Papierindustrie ebenfalls seinen Sitz in Gernsbach hat, vermeldet einen Wechsel auf dem Posten des Hauptgeschäftsführers: Stephan Meißner ist nach vielen Jahren an der Spitze des Papierzentrums in den Ruhestand gegangen, an seine Stelle rückte Andre Müller.

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Erstellt:
14. Juli 2020, 19:00 Uhr
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