Mit Blaulicht ein Zeichen setzen

Gaggenau (stn) – Die Freiwillige Feuerwehr, Abteilung Gaggenau beteiligt sich an der #bluelightfirestation-Challenge, um zu zeigen, dass auch die Feuerwehren von der Corona-Pandemie betroffen sind.

Das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr, Abteilung Gaggenau in der Unimogstraße erstrahlt nachts in blauem Licht. Foto: Thomas Senger

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Das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr, Abteilung Gaggenau in der Unimogstraße erstrahlt nachts in blauem Licht. Foto: Thomas Senger

„Wir wollen damit zeigen, dass die Einsatzbereitschaft in und um Gaggenau trotz Corona-Krise und Lockdown aufrecht erhalten wird, und dass wir die Bürger trotzdem beschützen“, erläutert Ralf Krempel, Abteilungsleiter der Freiwilligen Feuerwehr Gaggenau, Abteilung Gaggenau. „Wir möchten den Gaggenauern damit demonstrieren: ,Wir sind weiterhin für euch da‘.“

Doch das nachts mit blauen LED-Lampen erleuchtete Gerätehaus in der Unimogstraße soll nicht nur ein Zeichen an die Bürger sein. Vielmehr soll die Aktion darauf aufmerksam machen, dass auch die Feuerwehren von der Pandemie in höchstem Maße betroffen sind. „Wir dürfen uns maximal nur noch für Einsätze treffen“, schildert Krempel. Übungsdienste sind nicht mehr erlaubt. „Wir müssen deshalb auf unseren bisherigen Erfahrungsschatz zurückgreifen.“

Team-Besprechungen finden nur noch online statt

Eine weitere Hürde, die es für die Floriansjünger zu meistern gilt: Zu Einsätzen rückt die Mannschaft nur noch in reduzierter Stärke aus. „Normalerweise besteht eine Staffel aus neun Leuten. Weil wir dadurch aber in den Fahrzeugen zu dicht aufeinander sitzen, sind es jetzt nur noch fünf“, erklärt Krempel. „Wir schaffen es trotzdem genauso gut, die Einsätze abzuarbeiten. Wir fahren nun einfach mit mehr Fahrzeugen.“

Schwierig gestalte sich aufgrund der Corona-Vorgaben auch die Kommunikation. Bisher habe man sich bei persönlichen Treffen über Neuigkeiten ausgetauscht. „Das können wir nun nicht mehr“, führt der Abteilungsleiter aus. So bestehe die Gefahr, dass der Bezug zur Feuerwehr verloren gehe, „dass man sich fragt: Brauche ich das überhaupt noch?“. Um dem entgegenzusteuern, treffe sich das Team der Freiwilligen Feuerwehr deshalb stattdessen regelmäßig online. „Es gibt Probleme, aber wir versuchen sie zu meistern“, gibt sich Krempel zuversichtlich.

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Erstellt:
20. Januar 2021, 10:46 Uhr
Lesedauer:
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