Mit Blutwurst ins Küchenschlacht-Finale

Forbach/Hamburg (kv) – Der Gausbacher Maurice Ochs hat es bei der ZDF-„Küchenschlacht“ bis ins Wochenfinale geschafft. Dort zog der 30-jährige Hobbykoch knapp den Kürzeren.

Maurice Ochs weilt derzeit auf Heimaturlaub in Forbach. Der Hobbykoch schafft es in der ZDF-„Küchenschlacht“ bis ins Wochenfinale. Foto: Vogt

© kv

Maurice Ochs weilt derzeit auf Heimaturlaub in Forbach. Der Hobbykoch schafft es in der ZDF-„Küchenschlacht“ bis ins Wochenfinale. Foto: Vogt

Trotz des prächtigen Sommerwetters sind am Freitag einige Murgtäler zu Hause geblieben, um nachmittags vor dem Fernseher zu hocken: Bei der ZDF-„Küchenschlacht“ schauten sie in die Kochtöpfe – ganz besonders bei Maurice Ochs. Der 30-jährige Gausbacher hatte sich überraschend ins Wochenfinale gekocht.

Der verheiratete Vater zweier Kinder kochte dort gegen seine Mitbewerberin Miriam ein Rezept. Er nutzte eine Steilvorlage von Fernsehkoch Nelson Müller, denn Rinderfilet ist auch sein persönliches Lieblingsgericht. Schnell war das wunderbar gemaserte Stück Edelfleisch rundherum kross angebraten und mit Thermometer gespickt im Ofen verschwunden, damit es auch rechtzeitig die nötige Kerntemperatur von 54 Grad erreicht. Derweil widmeten sich die beiden Kontrahenten noch dem Ratatouille-Gemüse, Kartoffelsaltimbocca (mit Salbei im Salbeimantel) und selbst gemachtem Pesto. Als Krönung sollte die Portweinjus folgen.

Vom Kontakt zu Moderator Nelson Müller ist Maurice Ochs begeistert: „Ein richtig guter Junge!“ Und zu Kontrahentin Miriam Fischer hat er nach wie vor einen guten Draht: „Wir reden immer wieder über ihre Rezepte für die Championsweek.“ Dort wird sie teilnehmen, weil sie das Wochenduell gewann. Ochs ist deswegen aber nicht traurig: „Der Sieg war mehr als verdient für Miriam.“

Ochs hatte überhaupt nicht damit gerechnet, überhaupt so weit zu kommen. Zur Bewerbung beim ZDF hat ihn vor allem seine Frau Carmen gedrängt: „Die hatte es wohl satt, dass ich es immer ,besser‘ kann als die Kandidaten im Fernsehen!“, lacht Maurice, der seit elf Jahren Soldat ist und seit 2017 im Eurocorps seinen Dienst tut. Bei der Mutter am heimischen Herd hat er begonnen, sich Tricks und Tipps abzuschauen, den Kochlöffel schwingt er selbst seit mehr als einem Jahrzehnt. Seither kocht er regelmäßig für Familie und auch für Freunde: „Ich zaubere gerne was“, sagt er verschmitzt.

Bereits im Juni waren die 2,5 Tage Dreharbeiten in Hamburg. Sehr anstrengend empfand Maurice die kurze Zeit jeweils vor der Show. „Zehn Minuten vor der Aufzeichnung darf man ins Studio, muss seine Zutaten kontrollieren und seinen Arbeitsplatz herrichten.“ Wenn die Kamera dann läuft, muss alles schnell gehen.

Tagessieg am Donnerstag

Bewerben mussten sich die Kandidaten mit Rezepten. Ochs griff auf einen modernen Klassiker seiner Heimatregion zurück: mit Blutwurstrezepten aus dem Kochbuch „Schwarzwald-Tapas“ machte er die Redaktion neugierig und überzeugte auch die Juroren um Nelson Müller, der selbst ein Blutwurst-Fan ist. Die außergewöhnlichen Rezepte Schwarzwaldbecher mit Blutwurst, frittierte Blutwursttürmchen und Blutwurstpuffer halfen Ochs durch die Wettbewerbswoche: „Am besten war mein Tagessieg am Donnerstag, ansonsten war es am Montag und Dienstag extrem spannend oder aufregend, dass ich gerade so weiterkam.“

Dass Moderator Müller ihm den Spitznamen „Blutwurst“ gab, verfolgt Ochs bis heute bei der Arbeit und bei Freunden, aber das nimmt der passionierte Tennisspieler, der sich mit Joggen fit hält, mit Humor. Ob er sich noch einmal für eine der vielen TV-Kochsendungen bewerben will, verneint Ochs für den Moment: „Aber man weiß ja nie …“

Soße gibt Ausschlag für Miriam Fischer

Seine Umsetzung des Müller-Rezeptes überzeugte trotz spontan durchgefeierter Nacht auch Sternekoch und Juror Thomas Martin, der sich nur schwer zwischen den beiden wunderbar angerichteten Wettbewerbsbeiträgen entscheiden konnte. Großes Lob gab es für die würzige Variante des Gausbacher Hobbykochs. Letztendlich entscheidend waren für Juror Martin die Soße und die Tellerpräsentation von Konkurrentin Fischer. Aber die Entscheidung fiel „sehr knapp“ – für Maurice Ochs ein Erfolg, über den er sich freut.


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.