Mit Schnelltests zurück zur Normalität

Gernsbach (ueb) – Nach den Osterferien greift die Teststrategie des Landes. Die Zeit bis dahin wird in der Von-Drais-Schule in Zusammenarbeit mit der Wendelinus-Apotheke aus Weisenbach überbrückt.

Seit dieser Woche finden auch an der Von-Drais-Schule Corona-Schnelltests statt. Bisher ist kein positives Ergebnis zu beklagen. Foto: Dagmar Uebel

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Seit dieser Woche finden auch an der Von-Drais-Schule Corona-Schnelltests statt. Bisher ist kein positives Ergebnis zu beklagen. Foto: Dagmar Uebel

„Überhaupt nicht schlimm“, antworteten zwei Drittklässler auf die Frage, wie sie den Corona-Schnelltest an der Von-Drais-Schule empfanden. „Muss doch sein“, ergänzt auch der Fünftklässler. Kein Wunder, wurden die Grundschüler doch zuvor von ihren Lehrerinnen und der Schulsozialarbeiterin auf die Notwendigkeit von Tests vorbereitet, die Sekundarstufenschüler von ihren Klassenlehrern. Auch das Schulpersonal konnte sich am Dienstag vor Ort testen lassen.

Davon machten auch die vier jungen Frauen Gebrauch, die als Praktikantinnen an der Schule tätig sind: „Natürlich negativ“, betonen sie auf die Frage, ob sie denn ihr Testergebnis schon wüssten. „Dem Abstrich im vorderen Nasenbereich folgte schon nach wenigen Minuten das Ergebnis.“ Da verwundert es nicht, dass Schulleiterin Felicitas Heck zufrieden nach vorne schauen kann: Alle getesteten Schüler und Lehrer waren negativ.

Nicht alle Schüler nehmen an den freiwilligen Tests teil

Aber es haben nicht alle Schüler an den Tests teilgenommen: „Die Tests waren natürlich freiwillig, es bedurfte aber eines schriftlichen Einverständnisses der Eltern“, erklärt Heck im BT-Gespräch.

Es sei zwar nicht ganz unproblematisch, dass laut geltenden Vorgaben auch nicht getestete Kinder weiterhin am Präsenzunterricht teilnehmen dürfen. Doch da diesem ersten Testtag weitere regelmäßige Testungen stattfinden werden, ist die Gernsbacher Schule zuversichtlich.

Denn untätig war die Von-Drais-Schule nicht „Wir haben für zusätzliche Handwaschbecken gesorgt, für Händedesinfektionsständer, Lüftungskonzept, CO²-Melder und abgeteilte Schulhöfe“, zählt Heck die Sicherheitsmaßnahmen auf. Mit Maskentragen für alle Klassenstufen in den Klassenzimmern, auf den Fluren und veränderten Unterrichtsformen hofft die Schule, ihrem Bildungsauftrag möglichst vollständig gerecht werden zu können. Der Unterricht erfolgt derzeit in Präsenzform für die Klassen eins bis sechs, ebenso in den Abschlussklassen neun (Hauptschulabschluss) und zehn (Realschulabschluss); die Klassen sieben bis neun werden im Fernlernunterricht beschult.

Nun zurück zum ersten Testtag. Vom Unterrichtsbeginn um 7.45 bis kurz nach 10 Uhr wurden Schüler, die am Dienstag Präsenz-Unterricht hatten, in einem Schnelltest auf Corona getestet. Die Wendelinus-Apotheke aus Weisenbach, die auch andere Gemeinden im Murgtal unterstützt, führte die Tests durch. „Wir hätten uns gewünscht, dass uns auch Gernsbacher Apotheken bei dieser wichtigen Aufgabe zur Seite stehen“, bedauerte die Leiterin der Gernsbacher Schule. Und sie erklärt weiter: „Für die Zeit nach den Osterferien wurde uns seitens des Landes eine Teststrategie mit zwei Testungen pro Woche angekündigt.“

Kostenübernahme noch nicht geklärt

Bis dahin hat der Schulträger, die Stadt Gernsbach, eine Testung pro Woche organisiert. Lehrer und Schulpersonal erhielten Berechtigungsscheine für zwei Tests pro Woche, welche das Land finanziert, erläutert Heck weiter. Die Kostenübernahme für die Schüler sei noch nicht geklärt, das regele der Schulträger mit dem Land.

Mit dem Wunsch, dass an der Von-Drais-Schule bald wieder die gewohnte Normalität einkehren möge, stehen die Schüler sicher nicht alleine da. „Bis wieder Sportunterricht stattfinden kann und sich Arbeitsgemeinschaften treffen können, wird es aber noch ein Weilchen dauern“, sind sich die Pädagogen allerdings einig. Aber ein Anfang in diese Richtung sei mit den Schnelltests gemacht.


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