Mit eigener Praxis Traum erfüllt

Gernsbach (vgk) – Bastin Wörner aus Langenbrand hat sich als Osteopath und Heilpraktiker in Gernsbach selbstständig gemacht.

Ein Mann mit vielen Talenten: Bastin Wörner ist Leistungssportler, Musiker und seit kurzem selbstständiger Osteopath und Heilpraktiker. Foto: Wörner Osteopathie

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Ein Mann mit vielen Talenten: Bastin Wörner ist Leistungssportler, Musiker und seit kurzem selbstständiger Osteopath und Heilpraktiker. Foto: Wörner Osteopathie

Bastin Wörner ist vielseitig begabt. Im Grunde schlagen drei Herzen in der Brust des Langenbranders. Da ist zum einen der Sänger und Gitarrist der Band „Endeffekt“. Die Sportszene kennt Wörner als Hammerwerfer vom TV Langenbrand und der LAG Obere Murg. Und für seine Patienten ist er der Osteopath. In der Johann-Karl-Drißler-Straße 21 in Gernsbach eröffnete er vor Kurzem seine eigene Praxis für Osteopathie.

Die Physiotherapie ist für Sportler im Leistungsbereich und bei Wettkämpfen eine ständige Begleiterin, schildert Wörner seinen Weg zur Physiotherapie und Osteopathie. Irgendwann einmal, so der Hammerwerfer weiter, war auch ein Osteopath mit vor Ort. Dieser „behandelte nicht nur die Symptome von Verletzungen, sondern suchte nach den Ursachen dafür. Er weckte bei mir das Interesse für meine spätere berufliche Ausrichtung“, erzählt Wörner im BT-Gespräch.

Die Osteopathie ist dem Berufszweig der Heilpraktiker zuzuordnen. Somit ist Wörner auch Heilpraktiker. Dazu ergänzend studiert er aktuell noch vertiefende Osteopathie. Das Prinzip dieser Behandlungsform entwickelte vor 140 Jahren der US-amerikanische Arzt Andrew Taylor Still. Es ist eine ganzheitliche Form der Medizin. Die Diagnostik und Behandlung erfolgt mit den Händen.

„Eine eigene Praxis zu besitzen, war schon immer mein Traum“, betont Wörner: „Auch in Pandemie-Zeiten brauchen Menschen osteopathische Betreuung. Es ist meine Pflicht, ihnen zu helfen, ungeachtet der damit aktuell verbundenen Einschränkungen“, erklärte der Osteopath seine Beweggründe.

Hammerwerfen und Musik bleiben wichtig

Doch auch das Hammerwerfen lässt den 28-Jährigen bislang nicht los. Noch immer führt ihn sein Weg fünf- bis sechsmal (vorausgesetzt, die Corona-Regeln erlauben es) zum Training auf den Sportplatz. Seinen letzten großen Auftritt hatte Wörner im vergangenen Jahr bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Braunschweig. Der Wettkampf endete für ihn auf dem neunten Platz. Leider habe es nie für die ganz große internationale Bühne gereicht, meint Wörner bedauernd.

Einen hohen Stellenwert genießt bei ihm auch weiterhin die Musik. Vor zehn Jahren hob er mit Gleichgesinnten die Gruppe „Endeffekt“ aus der Taufe. Die Band wollte dies mit ihren Fans dieses Jahr groß feiern. Wegen der immer noch herrschenden Pandemie wird wohl auch dieses Vorhaben ins Wasser fallen müssen, bedauert Wörner.


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