Mobiler Luftreiniger: Testlauf an Malscher Schulen

Von Anne-Rose Gangl

Malsch (ar) – Mobile Luftreininger, die speziell auf Schulbedürfnisse ausgerichtet sind, werden nach den Herbstferien in den Malscher Schulen getestet. Sie sollen die Virenkonzentration senken.

Mobiler Luftreiniger: Testlauf an Malscher Schulen

Der mobile Luftreiniger soll das Ansteckungsrisiko in Corona-Zeiten verringern. Foto: Anne-Rose Gangl

Glück hat, wer aktuell in einem Raum sitzt, in dem sich die Fenster öffnen lassen. Doch unangenehm ist es gerade in der kalten Jahreszeit, wenn die Fenster zum Durchlüften geöffnet werden und man mit warmer Jacke, Schal und einem Mund-Nasen-Schutz konzentriert arbeiten muss. Dieser Herausforderung werden sich in diesem Winter auch viele Schüler stellen müssen, denn aufgrund Corona soll fleißig gelüftet werden.

Die Gemeinde Malsch hat nach ergänzenden Lösungen zur Reduzierung des Infektionsrisikos durch virushaltige Aerosole gesucht und ist dabei auf die in Malsch ansässige Firma AFC Air Filtration & Containment GmbH gestoßen, wie Klaus Litzow vom Fachbereich Planen, Bauen, Umwelt im Gemeinderat informierte. Das Unternehmen sei spezialisiert auf Hepa-Filterlösungen für Reinräume. Gemeinsam sei man auf die Idee gekommen, speziell auf die Bedürfnisse des Unterrichts abgestimmte mobile Luftreiniger zu entwickeln.

Die Geräte seien mit 50 Dezibel deutlich leiser als vergleichbare Anlagen und aufgrund der Produktion vor Ort kostengünstiger, so Litzow. Sie seien mit dem gleichen Filter wie für Operationsräume bestückt und könnten bis zu 99,99 Prozent Staub, Viren und Bakterien zurückhalten. Mithilfe der Geräte könnte die Virenkonzentration binnen einer Stunde um mehr als 95 Prozent gesenkt werden, wobei je nach Raumgröße bis zum Zehnfachen des Raumvolumens filtriert werde.

Die Gemeinde Malsch habe fünf Prototypen für einen Testlauf an allen Malscher Schulen beschafft und hofft nun auf die Hilfe der Lehrer und Schüler. Die Geräte seien regelbar und sollten von den Nutzern auf den für sie akzeptablen Pegel eingestellt werden, bei dem der Unterricht noch zumutbar sei. Nach erfolgreichem Testlauf könnten bereits in drei Wochen bedarfsgerechte Geräte für alle 60 Malscher Klassenzimmer beschafft werden. Ein Gerät kostet momentan 1.900 Euro. Die benötigten finanziellen Mittel müssen noch vom Malscher Gemeinderat freigegeben werden.

„Eine 100-prozentige Sicherheit kann es bei Corona nie geben, aber die Filter und weiterhin konsequentes Lüften reduzieren das Risiko erheblich und entscheidend“, sagte Klaus Litzow. Nach Abschluss der Testphase will man die Prototypen den Nachbargemeinden zum Testen überlassen.