Moderne Schatzsuche mit Abenteuerfaktor

Gaggenau (ans) – Alexandra Schaaf und Svenja Kiseljak aus dem Murgtal sind Geocacherinnen. Dieses Hobby lässt sich auch zu Corona-Zeiten problemlos ausüben.

Gut getarnt im Wald: Alexandra Schaaf (rechts) mit ihrem ersten selbst versteckten Geocache. Mit Svenja Kiseljak begibt sie sich oft auf Schatzsuche. Foto: Anna Strobel

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Gut getarnt im Wald: Alexandra Schaaf (rechts) mit ihrem ersten selbst versteckten Geocache. Mit Svenja Kiseljak begibt sie sich oft auf Schatzsuche. Foto: Anna Strobel

Die Freundinnen Alexandra Schaaf und Svenja Kiseljak aus dem Murgtal haben ein Hobby, dem sie auch zu Corona-Zeiten ohne Einschränkungen nachgehen können: Geocaching. Beide sind große Fans der modernen Schatzsuche und haben auch schon selbst Caches in der Natur versteckt.

Die Lust am Abenteuer und das befriedigende Gefühl, ein schwieriges Rätsel geknackt zu haben, das fasziniert die jungen Frauen an ihrem Hobby. 2008 hat Kiseljak ihren ersten Geocache gefunden. „Ich hatte davon gehört, dass es das gibt, und wollte es ausprobieren“, berichtet die 32-jährige Jugend- und Heimerzieherin.

Alexandra Schaaf aus Gaggenau ist während ihres Studiums in Siegen zum ersten Mal mit der modernen Schatzsuche in Kontakt gekommen. Damals stellte eine Referentin Geocaching im Rahmen eines erlebnispädagogischen Seminars vor. Das war vor knapp zehn Jahren. Seitdem lässt die 30-Jährige das Hobby nicht mehr los.

„Jede Tour ist ein Abenteuer für sich“

„Jede Tour ist ein Abenteuer für sich“, berichtet Schaaf. Doch besonders mögen die Freundinnen ungewöhnliche Geocaches: „Manchmal stehen wir mit einer Angel im Wald und angeln einen Gegenstand von einem Baum.“ Das sei gar nicht so verzwickt, wie es sich zuerst anhört. Sondern „das Schwierige ist, es wieder hinaufzuhängen“, lacht Schaaf. „Einige sind mit so viel Aufwand platziert“, schwärmt die Gaggenauerin. In der Nähe von Pforzheim befinde sich beispielsweise ein Cache, der „in einem Hubschrauber mitten im Wohngebiet“ versteckt ist.

Hin und wieder seien sie nachts mit der Taschenlampe unterwegs. Dann suchen sie nach Reflektoren, die sie zum Versteck führen. „Das kann schon gruselig sein, so allein im Wald“, meint die junge Frau. Aber es sei eben auch sehr spannend.

Durch den Zeitvertreib in der Natur „lernt man auch die Gegend, in der man wohnt, besser kennen“, legt Kiseljak dar. So habe sie durch ihr Hobby einen See bei Baiersbronn gefunden, den sie vorher nicht kannte: „Den hätte ich ohne das Geocaching nie gesehen.“ In Erinnerung geblieben ist Alexandra Schaaf ein Geocache, der beim Kurpark in Bad Rotenfels beginnt. „Am Ende musste man auf einen kleinen Baum klettern. Das war schon lustig.“

Touren laufen nicht immer wie geplant

Die beiden Murgtälerinnen haben den Eindruck, dass Geocaching seit der Corona-Pandemie beliebter geworden ist. Verwunderlich sei das nicht, da die Caches immer an öffentlichen Orten unter freiem Himmel versteckt sind. Demnach ist die moderne Schatzsuche durchaus ein coronakonformes Freizeitvergnügen.

Alexandra Schaaf hat auch selbst schon „Schätze“ für andere Geocacher versteckt. Nach dem Umzug in ihr neues Haus fand sie in der zugehörigen Hütte einige Gegenstände der Vorbesitzer. „Die Dekosachen sind zu schade zum Wegschmeißen“, befindet Schaaf. Also bastelt sie daraus nun Geocacheverstecke. Den Ersten hat sie bereits platziert.

Obwohl es großen Spaß mache, habe das Geocaching aber auch Tücken. Nicht immer läuft eine Tour wie geplant. „Manchmal sucht man stundenlang. Vor allem bei Multicaches ist es ärgerlich, wenn man den letzten nicht findet.“ Das sind Geocaches, die mehrere Stationen umfassen. Die Koordinaten des sogenannten Finals muss man sich stückchenweise erarbeiten. „Einmal haben wir den falschen Berg bestiegen“, schildert die Gaggenauerin eine Erfahrung, die sie mit Humor betrachtet: „Aber das gehört dazu, sonst wäre es langweilig.“

Hinweise verraten die Koordinaten

Geocaching ist eine moderne Schatzsuche in der Natur oder in der Stadt. Hinweise zum Ziel verraten Koordinaten. Diese führen zu einem sogenannten Geocache. Dort ist oft ein Gegenstand versteckt. Dafür braucht man ein GPS-Gerät oder eine entsprechende App auf dem Handy, zum Beispiel die Geocaching-App. Darin sucht man nach einem Cache in seiner Nähe und kann die Schnitzeljagd starten. Dieser Gegenstand befindet sich meistens mit einem Logbuch in einem Behälter. In das Logbuch wird der Name des jeweiligen Finders geschrieben – als Beweis dafür, dass dieser den Cache gefunden hat. Schließlich wird der Geocache wieder zurückgelegt. Manche Leute tauschen ihn auch. So haben auch andere die Chance, einen Schatz zu finden.

Ihr Autor

BT-Volontärin Anna Strobel

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Erstellt:
15. Februar 2022, 18:30 Uhr
Lesedauer:
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