Monitor ermöglicht Blick in „toten Winkel“

Rastatt (sb) – Mehr Sicherheit bei der Rastatter Feuerwehr: Die Stadt hat jetzt Abbiegeassistenten in vier Fahrzeugen einbauen lassen.

Zusätzliche Hilfe: Ein Monitor visualisiert den „toten Winkel“ im Fahrerhaus. Halten sich dort Personen auf, ertönt zudem ein akustisches Signal.Foto: Stephan Friedrich

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Zusätzliche Hilfe: Ein Monitor visualisiert den „toten Winkel“ im Fahrerhaus. Halten sich dort Personen auf, ertönt zudem ein akustisches Signal.Foto: Stephan Friedrich

Vor dieser Situation fürchtet sich wohl jeder Autofahrer. Beim Rechtsabbiegen steht auf einmal ein Radfahrer oder ein Fußgänger, im schlimmsten Fall ein Kind, im sogenannten „toten Winkel“. Das ist die Zone, die mit dem Außenspiegel nicht komplett eingesehen werden kann. Deutlich größer ist der Winkel bei Lkw, zumal der Fahrer hier auch höher sitzt.
Wird eine Person im „toten Winkel“ vom Fahrer übersehen, dann endet der Zusammenprall oft tragisch. „Das war bei unseren Feuerwehrfahrzeugen in Rastatt bisher glücklicherweise nie der Fall“, berichtet Zugführer Sascha Quednau und freut sich, dass jetzt in vier Feuerwehrfahrzeuge ein Abbiegeassistent eingebaut wurde, der entsprechende Unfälle verhindern soll.

Beifahrer weiter gefordert

Damit wurden drei Fahrzeuge der Kernstadt und das neue Feuerwehrfahrzeug in Plittersdorf ausgestattet. Quednau führt beim Pressegespräch vor, wie das System funktioniert: „Dem Fahrer steht ein zusätzlicher Monitor zur Verfügung. Die über der Beifahrertür installierte Kamera zeigt darauf den Raum entlang des Fahrzeugs, den man mit dem Außenspiegel nicht komplett einsehen kann“, erklärt er. Zudem ist ein akustisches Signal in der Fahrerkabine zu hören, wenn sich eine Person im „toten Winkel“ aufhält. Etwas mehr als 10.000 Euro hat die Stadt Rastatt für die Systeme investiert, die vom Verkehrsministerium gefördert werden. Das vom TÜV abgenommene System soll im Laufe des Jahres in weitere Feuerwehrfahrzeuge in Rastatt eingebaut werden. Wie auch bisher wird der Beifahrer im Einsatzfall mithelfen, den „toten Winkel“ zu überprüfen. Das eingebaute System überwacht zusätzlich. Eine besonders große Hilfe ist es für den Fahrer, wenn dieser alleine unterwegs ist. Dann blickt der Abbiegeassistent dorthin, wo sonst niemand schauen würde. Das System in den Rastatter Fahrzeugen ist bis zu einer Geschwindigkeit von rund 30 Kilometern pro Stunde aktiviert und gibt Feuerwehrleuten wie Sascha Quednau eine zusätzliche Sicherheit: „Vor allem dann, wenn es schnell gehen muss und es auch mal eng wird, ist das eine große Hilfe“, berichtet er und hofft, dass Unfälle mit schlimmen Folgen auch künftig verhindert werden können.


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