Mordprozess: Revision eingelegt

Bühlertal/Baden-Baden (sre) – Das Urteil gegen einen 24-jährigen Landwirt aus Bühlertal wegen Mordes an seiner Ex-Freundin ist nicht rechtskräftig geworden: „Wir haben Revision eingelegt“, bestätigte Verteidiger Gerhard Bräuer auf BT-Nachfrage.

Wird die Revision als begründet angesehen, geht der Fall zum Bundesgerichtshof. Symbolfoto: Ronald Wittek/dpa

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Wird die Revision als begründet angesehen, geht der Fall zum Bundesgerichtshof. Symbolfoto: Ronald Wittek/dpa

Der Angeklagte war am Freitag vor einer Woche vor der Großen Strafkammer des Baden-Badener Landgerichts zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Nach einer solchen Urteilsverkündung haben Verteidigung und Anklage sieben Tage Zeit, um gegen die Entscheidung Rechtsmittel einzulegen. Der Anwalt des Angeklagten hat dies im Auftrag seines Mandanten getan.

Nun müsse man erst einmal abwarten, bis die schriftlichen Urteilsgründe da seien, sagte Rechtsanwalt Bräuer gegenüber dem BT. Danach habe man vier Wochen, um die Revision zu begründen. „Das werden wir tun.“ Er erläuterte: „Ich sehe das Mordmerkmal Heimtücke nicht als gegeben an.“ Als Verteidiger gehe er weiterhin davon aus, „dass die Verurteilung wegen Mordes nicht gerechtfertigt ist“.

Wie berichtet, hatte die Verteidigung argumentiert, dass die Tötung im Affekt erfolgt sei.

Wenn die Revision dann begründet ist, geht die komplette Akte zum Bundesgerichtshof (BGH), dort wird das Landgerichtsurteil überprüft. Der BGH hat zwei Möglichkeiten: Entweder wird die Revision zurückgewiesen oder das Urteil wird aufgehoben und der Fall an eine andere Kammer des Landgerichts zurückverwiesen. Dann würde erneut verhandelt.

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Erstellt:
27. Juni 2020, 10:49 Uhr
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