Muggensturm: Lob für Schulsozialarbeit

Muggensturm (ser) – Gerade im Corona-Lockdown hat die Schulsozialarbeit vieles auffangen müssen, berichtete Alisa Bachofner dem Muggensturmer Gemeinderat. Ihre engagierte Arbeit wurde dort gelobt.

Schulsozialarbeiterin Alisa Bachofner. Foto: privat

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Schulsozialarbeiterin Alisa Bachofner. Foto: privat

„Die Sozialarbeit an Schulen ist wichtiger denn je“, so lautete der Tenor der Schulsozialarbeiterin Alisa Bachofner bei der Gemeinderatssitzung zum Rechenschaftsbericht an der Albert-Schweitzer-Schule. Dort ist seit dem Schuljahr 2014/2015 die Sozialarbeit durch das evangelische Mädchenheim Gernsbach mit einer halben Stelle belegt. Die Aufgabe hat Alisa Bachofner im August 2016 übernommen und mit großem Engagement begleitet, wie Bürgermeister Dietmar Späth und Schulleiter Johannes Hermann betonten. Gerade beim Lockdown habe die Schulsozialarbeiterin vieles auffangen müssen.

Über 50 Einzelfallberatungen

In ihrer Präsentation zeigte Bachofner das Spektrum ihrer Arbeit auf. Über 50 Einzelfallberatungen sind im vergangenen Schuljahr angefallen. In diesem Zeitraum mussten zwei Kindeswohlgefährdungen abgeklärt werden. Darüber hinaus standen 21 Beratungen für Erziehungsberechtigte und 24 Beratungen für Lehrer an. Nicht zu vergessen sind die neun Kontakte zum Jugendamt und zu Fachdiensten.

Für die Klassen eins bis drei organisierte Bachofner ein Schulstück unter dem Motto „Irmi und das Nein – Prävention von sexueller Gewalt“. In der Klasse vier standen die Unterstützung im Klassenrat und die Geschlechtererziehung mit einer Ärztin an. Bereits im Vorfeld bot die Schulsozialarbeiterin einen Online-Elternabend zur Geschlechtererziehung an. Sehr wichtig waren in der Corona-Zeit die wöchentlichen Newsletter mit Tipps und Tricks für den Alltag, Bastelideen und Aufgaben/Challenges, die bei den Schulkindern sehr gut ankamen, wie Bachofner informierte. Auch die Jitsi-Videokonferenzen mit den Klassen eins bis vier und den Klassenlehrerinnen waren weitere wichtige Bausteine für das Homeschooling. Außerdem waren Beratungen per E-Mail und Telefon sehr häufig gefragt.

Vielfältige Aufgaben warteten auf die Schulsozialarbeiterin auch bei der teilweisen Öffnung der Schule. Mit dem neuen Projekt „Gemeinsam statt einsam“ versucht sie neue Brücken zu bauen. Dazu gehört die Stärkung der Ressourcen der Schüler, Förderung der Sozialkompetenzen und Klassengemeinschaften. Man thematisierte auch die Schulschließung und die Corona-Auswirkungen. Es galt aber auch, positiv in die Zukunft zu blicken.

Anker in stürmischen Zeiten

Jahresthema für das aktuelle Schuljahr, so zeigte Bachofner auf, sei die „Schulsozialarbeit – ein Anker in stürmischen Zeiten“. Für das neue Jahr steht ein Elternvortrag auf dem Plan mit dem Titel „Kämpfst Du noch oder erziehst Du schon?“ mit Ramona Bliestle.

Alle Sprecher der Fraktionen zeigten sich von der Arbeit der Schulsozialarbeiterin angetan und lobten ihr großes Engagement. Joachim Schneider (CDU) brachte es wohl auf den Punkt, wenn er sich fragte: „Brauchen wir das?“ Und auch gleichzeitig die Antwort lieferte: „Dringender denn je“. Die Defizite gerade im Sozialbereich müssten aufgefangen werden, so Schneider. Dem pflichtete auch seine SPD-Ratskollegin Melanie Rodriguez bei: Die Sozialarbeit sei ein sehr wichtiger Teil der Schule, der gefördert werden müsse. Auch Tanja Sölter (MBV) würdigte die Schulsozialarbeit als immens wichtig.


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