Muggensturm will weiter kämpfen

Muggensturm (red/ema)– Der Muggensturmer Bürgermeister Späth ist unbeeindruckt von dem Rastatter Appell, den Widerstand gegen die Neuordnung beim Ausbau des A-5-Anschlusses Rastatt-Nord zu überdenken.

Noch kann man aus Richtung Muggensturm in beide Richtungen der B462 abbiegen. Das Regierungspräsidium will das unterbinden. Foto: Gemeinde Muggensturm

© pr

Noch kann man aus Richtung Muggensturm in beide Richtungen der B462 abbiegen. Das Regierungspräsidium will das unterbinden. Foto: Gemeinde Muggensturm

„Wir werden weiterhin für den Erhalt der Anbindung der K3728 an den Zubringer (B462) kämpfen. Zur Sicherung der Wohn- und Lebensqualität in Muggensturm ist dies unsere Aufgabe und Verpflichtung“, erklärte Späth nach einem Besuch von FDP-Vertretern aus Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik. Zu Gast in Muggensturm waren laut Mitteilung aus dem Rathaus Bundestagsabgeordneter Christian Jung, Landtagsabgeordneter Jochen Haußmann sowie Kreisrat Lutz Jäckel. Wie berichtet, hat das Regierungspräsidium (RP) bekräftigt, die K3728 (verlängerte Rastatter Straße an die B462) zurückzubauen. Dieses Projekt, so die Auffassung im Muggensturmer Rathaus, hat erhebliche Auswirkung auf die Wohn- und Lebensqualität für die örtlichen Einwohner. Bei etwaigen Staus im Bereich der B3 bestehe derzeit die Möglichkeit, über die K3717 den Bypass über die Hirschgrundbrücke über die K3728, derzeit mit Vollerschließung, an die B462 und somit an den Autobahnanschluss Rastatt-Nord zu wählen. Folge des Rückbaus des Teilabschnittes der K3728 wäre, dass dieser wichtige Bypass, der mit sehr hohen Steuermitteln vor rund 20 Jahren geschaffen worden ist, entfallen würde und somit zusätzlichen Verkehr in und durch Muggensturm leiten würde.

Enge Fahrbahn der Rastatter Straße ein Problem

Insbesondere die Fahrbahnenge im Bereich der Rastatter Straße mit 4,70 Meter würde die Gesamtverkehrssituation erheblich verschärfen, so die Auffassung in Muggensturm. Nachdem der Gemeinderat die sogenannte „Rechts-rein-rechts-raus- Lösung“ zur B462 (Abfahrt nach Muggensturm vom Murgtal kommend und Abfahrt nach Rastatt von Muggensturm kommend) als mögliche Kompromisslösung in Erwägung gezogen hatte, sprach sich das RP dafür aus, als künftige Vorzugsvariante den vollständigen Rückbau der K3728 im Bereich zwischen K3717 und B462 vorzusehen. Dies bestätigten die Planer zuletzt im Rastatter Gemeinderat. Bei der Sitzung appellierte OB Hans Jürgen Pütsch an die Nachbarn, im Interesse der Region auf die angekündigte Klage zu verzichten. Gegenstand der Erörterungen mit den FDP-Politikern war auch die mögliche Schaffung eines zusätzlichen Autobahnanschlusses Malsch-Muggensturm, den das RP ebenfalls ablehnt. Bei dem Ortstermin betonte der Bundestagsabgeordnete Jung, dass er die Gemeinde Muggensturm bei ihren Planungen unterstütze und dass eine Lösung für die Menschen im Ort gefunden werden kann. „Wir brauchen eine ganzheitliche Lösung, zu der auch die Autobahnausfahrt Malsch-Muggensturm gehört“, fasste Jung die Eindrücke zusammen. Haußmann ergänzte: Eine Anbindung sei wichtig, nicht nur für Muggensturm, sondern auch für die stark verkehrsbelastete Region. Darum plädiere er für einen Teilanschluss der K3728 an die B462.


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.