Murbrunnen am Ortsausgang Neusatz stark beschädigt

Bühl (sre) – Erneut beschäftigt sich Ortsvorsteher Hans-Wilhelm Juchem mit dem Thema Brunnen. Denn der Murbrunnen am Neusatzer Ortsausgang ist ein trauriger Anblick und müsste dringend gemacht werden.

Käfer zerfressen derzeit die Schnitzerei. Foto: Sarah Reith

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Käfer zerfressen derzeit die Schnitzerei. Foto: Sarah Reith

Es ist ein trauriger Anblick: Wer sich dem Murbrunnen am Neusatzer Ortsausgang nahe der Einmündung der Omerskopfstraße in die Schwarzwaldstraße nähert, kann sich zwar noch am schön geschnitzten Holzrelief erfreuen, muss aber auch die starken Schäden bedauern, die dort im unteren Bereich entstanden sind: Das Relief wird derzeit von Käfern zerfressen. Und auch das Umfeld sieht etwas verwildert aus.

In schlechtem Zustand ist der Murbrunnen am Neusatzer Ortsausgang. Das soll auch im Ortschaftsrat Thema sein. Foto: Sarah Reith

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In schlechtem Zustand ist der Murbrunnen am Neusatzer Ortsausgang. Das soll auch im Ortschaftsrat Thema sein. Foto: Sarah Reith

Das weiß auch Ortsvorsteher Hans-Wilhelm Juchem. Darüber werde sich der Ortschaftsrat zunächst einmal nichtöffentlich Gedanken machen, kündigte er auf BT-Nachfrage an. Die Gestaltung des Bereichs rund ums Kloster Neusatzeck werde Thema sein. Bei der derzeit laufenden Straßendeckensanierung sei auch das Ortseingangsschild beschädigt worden, dort seien ebenfalls Arbeiten erforderlich. „Da ist jetzt alles vernachlässigt worden, als die Straße gesperrt war“, meint Juchem zudem mit Blick auf den kompletten Bereich.

Das Problem: „Es ist kein Geld da.“ Von der Stadt seien keinerlei finanziellen Mittel eingestellt, um die öffentlichen Flächen rund um Neusatzeck anzugehen. Dennoch wolle man sich um das Thema kümmern – spätestens für 2023 müsse es in die Haushaltsplanung aufgenommen werden.

Arbeiten auch ohne Geld der Stadt?

Und der Ortsvorsteher hält es nicht für ausgeschlossen, schon früher und auch ohne Geld von der Stadt etwas ausrichten zu können: „Wir machen ja auch den Murbachweg in Eigenregie“, führt er aus. Möglicherweise könne man den Murbrunnen und den dortigen Bereich in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein wieder herrichten.

Das bürgerschaftliche Engagement in Neusatz ist insgesamt groß: Wie berichtet, wurde erst dieser Tage der „Brunnen am Bach“, aus dem jahrelang kein Wasser mehr gesprudelt war, wieder offiziell in Betrieb genommen. Es war laut Ortsvorsteher Juchem bereits der dritte Brunnen, der dank der Hilfe einiger Neusatzer aufgearbeitet wurde. Zuletzt war unter anderem mit viel Engagement das „Narrenbrünnele“ in der Kirchbühlstraße hergerichtet worden.

Ihr Autor

BT-Redakteurin Sarah Reith

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Erstellt:
14. September 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 56sec

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