Musikalischer Hock in Realschule Rheinmünster

Rheinmünster (ar) – „Nachsitzen“ der angenehmen Art war am Wochenende im Hof der Realschule Rheinmünster angesagt. Die Kapellen aus Schwarzach und Stollhofen luden zum musikalischen Hock.

Dirigent Oswald Windrich (links), die Schwarzacher Musiker sowie das Gesangsduo Elke und Thomas Henkel haben Schmankerl mitgebracht.  Foto: Anne-Rose Gangl

© ar

Dirigent Oswald Windrich (links), die Schwarzacher Musiker sowie das Gesangsduo Elke und Thomas Henkel haben Schmankerl mitgebracht. Foto: Anne-Rose Gangl

Jung und Alt aus der Region freuen sich normalerweise Ende Juli auf das „Klosterhoffest“ in der Münstergemeinde Schwarzach, zu dem der Musikverein traditionell einlädt. Nach der coronabedingten Absage im vergangenen Jahr traute sich der Musikverein, am Samstagabend wieder zu einem kleinen musikalischen Hock in den Hof der Realschule Rheinmünster einzuladen.
Unter dem Motto „Nachsitzen im Schulhof“ ging der im Mai neugewählte und verjüngte Vorstand in diesem Jahr etwas andere Wege. „Wir wussten gar nicht, ob die Leute sich schon trauen, auf ein Fest zu gehen“, sagte Vorstand Chiara Roth. Die Verantwortlichen staunten nicht schlecht, als bereits am frühen Abend die Besucher kamen und sich am Eingang registrieren ließen.

Lange haben sie sich die Option offen gehalten, ob sie zu einem musikalischen Hock auf den Schulhof einladen sollten. Schließlich entschieden sie sich nach Absprachen mit dem Ordnungsamt und einem ausgefeilten Hygienekonzept für die Durchführung, die ohne Zeltaufbau auskam und bei der die rund 40 Musikerinnen und Musiker des Musikvereins Schwarzach als Gastgeber die Instrumente auch selbst in die Hand nahmen. Währenddessen übernahmen fleißige Helfer der Schwarzacher Stroßekracher die Bewirtung.

Herausforderung nach langem Stillstand

Doch zuvor unterhielten die mehr als 20 Musikerinnen und Musiker des Musikvereins Stollhofen unter Leitung von Michael Fuder, der in diesem Jahr sein 20. Dirigentenjubiläum beim MV Stollhofen feiern kann. „Ich zähl‘ die Stunden bis wir uns wiedersehen“, sangen Elke und Thomas Henkel vom Musikverein Schwarzach, als Dirigent Oswald Windrich den Stab in die Hand nahm. Es war der erste Auftritt der Schwarzacher Musikerinnen und Musiker seit Beginn der Corona-Pandemie.

Dirigent Oswald Windrich, mit dem sie bisher nur die Konzert-Matinee Ende 2019 aufführen konnten, hatte seit Juni wieder zu Proben eingeladen. Doch für viele war der mehr als zweistündige Auftritt am Samstagabend nach dem monatelangen Stillstand eine Herausforderung. „Ich habe sechs Monate lang meinen Koffer nicht geöffnet; das war das erste Mal in meiner 60-jährigen Musikerzeit“, sagte Ehrenvorsitzender Franz Ganter, der sich freute, nun wieder gemeinsam zu musizieren.

„Endlich mal wieder!“, hörte man an diesem Abend viele Musiker und Gäste sagen. Bei anspruchsvoller Egerländer Musik voll Lebensfreude und beschwingten Popsongs wurde das kulturelle und gesellige Leben genossen.

Zum Artikel

Erstellt:
3. August 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 08sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.