Mußler will als Landrat kandidieren

Rastatt/Kuppenheim (BT) – Der Kuppenheimer Bürgermeister Karsten Mußler bewirbt sich als Landrat. Unterstützung bekommt der Kreisrat aus seiner Fraktion der Freien Wähler und von FDP/FuR.

Der Kuppenheimer Bürgermeister Karsten Mußler wirft für die Wahl zum Landrat den Hut in den Ring. Foto: Archiv

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Der Kuppenheimer Bürgermeister Karsten Mußler wirft für die Wahl zum Landrat den Hut in den Ring. Foto: Archiv

Der erste Kandidat für die Wahl des Rastatter Landrats steht fest: Der Kuppenheimer Bürgermeister Karsten Mußler, zugleich Vorsitzender der Freien-Wähler-Fraktion im Kreistag, wirft seinen Hut in den Ring.

„Der unerwartete Tod unseres über alle Fraktionen hinweg geschätzten Landrats Toni Huber hat eine große Lücke gerissen und macht leider eine Neuwahl erforderlich. Es ist nun enorm wichtig, ohne große Einarbeitungszeit den Landkreis zu führen und die vor uns stehenden schwierigen Aufgaben zügig anzugehen“, meldete sich der 55-Jährige am Freitag per Pressemitteilung zu Wort.

Mußler kann bislang nicht nur auf die Unterstützung seiner Freien Wähler zählen, die mit 13 Sitzen die zweitstärkste Fraktion im Kreistag stellen nach der CDU (18 Sitze). Auch die Fraktion (FDP/FuR, vier Sitze) ist auf seiner Seite.

Dem Kreistag gehören 61 Mitglieder an. Im ersten Wahlgang ist eine absolute Mehrheit von 31 Stimmen erforderlich; Mußler selbst ist nicht stimmberechtigt. Ein zweiter Wahlgang stünde unter denselben Vorzeichen. Erst bei einem dritten Urnengang würde die einfache Mehrheit genügen. Der FW-Chef will nun mit allen Fraktionen und Gruppierungen sprechen, um für eine Unterstützung seiner Kandidatur zu werben. In den Reihen der CDU-Fraktion ist derzeit kein potenzieller Kandidat ersichtlich.

Wahl ist am 12. Oktober

Die beiden hinter Mußler stehenden Fraktionen machen sich in der Pressemitteilung schon mal stark für den Kandidaten: „Die Fraktion der Freien Wähler steht geschlossen hinter ihrem langjährigen Fraktionsvorsitzenden“, so die beiden stellvertretenden Fraktionssprecher Hubert Schnurr und Rolf Spiegelhalder. „Karsten Mußler ist bestens kommunalpolitisch und auf Landesebene vernetzt. Darüber hinaus steht Karsten Mußler für Bürgernähe und Verlässlichkeit“, begründen Lutz Jäckel (FDP) und Simone Walker (FuR) ihre Unterstützung für Mußler.

Als die herausragenden Aufgaben der nächsten Jahre im Landkreis sieht der verheiratete Vater zweier Söhne (19 und 21 Jahre) das Gesundheitswesen mit dem Neubau des Zentralklinikums, den Klimaschutz sowie die Abfallwirtschaft.

Die Wahl des Landrats findet am 12. Oktober statt; die offizielle Bewerbungsfrist dauert vom 6. August bis 6. September. Er stehe für „Klartext“, so Mußler, deswegen erkläre er sich bereits zum jetzigen Zeitpunkt. Der Bürgermeister nennt seine Kandidatur eine „emotionale Entscheidung“ vor dem Hintergrund, „dass ich ja nicht aus Kuppenheim flüchte“. Mußler ist seit 2004 Rathaus-Chef in der Knöpflestadt. Seit dieser Zeit gehört er dem Kreistag an; 2009 übernahm der studierte Verwaltungswirt und Diplom-Kaufmann den Fraktionsvorsitz. Berufliche Stationen vor seiner Bürgermeisterzeit waren der Rechnungshof Baden-Württemberg und die Landesversicherungsanstalt Baden in Karlsruhe sowie das regionale Rechenzentrum in Heidelberg.

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Erstellt:
9. Juli 2021, 10:59 Uhr
Aktualisiert:
9. Juli 2021, 16:43 Uhr
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