Nachhaltigkeit soll sich in Bühl auszahlen

Bühl (sre) – Und wieder denkt Bühl voraus: Die Stadt lobt einen Klimaschutzpreis aus und stellt Zuschüsse für nachhaltige Projekte in Aussicht. Bürger, Vereine, Gruppen und Firmen können mitmachen.

OB Hubert Schnurr (links) und Klimaschutzmanager Martin Thiele präsentieren die neuen Programme. Foto: Sarah Reith

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OB Hubert Schnurr (links) und Klimaschutzmanager Martin Thiele präsentieren die neuen Programme. Foto: Sarah Reith

Einen weiteren Schritt in Richtung Nachhaltigkeit geht die Stadt Bühl: Erstmals wird in diesem Jahr ein Bühler Klimaschutzpreis ausgeschrieben, außerdem können geplante Projekte mit einem Nachhaltigkeitszuschuss unterstützt werden. Die Fördermöglichkeiten haben Oberbürgermeister Hubert Schnurr und Klimaschutzmanager Martin Thiele gestern bei einem Pressegespräch vorgestellt.

2.500 Euro für den ersten Platz

150.000 Euro aus dem städtischen Haushalt stehen laut Schnurr jährlich für Infrastrukturmaßnahmen und klimafreundliches Engagement zur Verfügung. 10.000 davon sollen künftig für den Klimaschutzpreis ausgegeben werden. Mit diesem werden modellhafte Projekte ausgezeichnet, die in den vergangenen drei Jahren realisiert wurden und zur Reduzierung von Treibhausgasen beigetragen haben. Insgesamt soll der Klimabeirat der Stadt Bühl, der als Jury fungiert, fünf Preise vergeben. Der erste Preis ist mit 2.500 Euro dotiert. Zusätzlich dürfen die Bühler Bürger selbst einen Publikumspreis vergeben: Dieser wird per Onlineabstimmung vergeben und ist ebenfalls mit 2.500 Euro dotiert. Und sogar, wer keinen Preis gewinnt, wird für sein Engagement belohnt: Jede zulässige Bewerbung wird mit einem Anerkennungspreis von 100 Euro gewürdigt.

Um den Preis bewerben dürfen sich Bühler Einwohner, eingetragene Vereine, Gruppen oder Firmen – also „sämtliche juristische Personen mit Sitz in Bühl“, fasste Thiele zusammen. Einzige Voraussetzung: Das Projekt muss in irgendeiner Form das Klima schützen, sprich zur Reduzierung von Treibhausgasen beitragen.

Nachhaltigkeitszuschüsse für noch nicht umgesetzte Projekte

Während so bereits realisierte Konzepte belohnt werden sollen, fließen die Bühler Nachhaltigkeitszuschüsse an geplante, aber noch nicht umgesetzte Projekte. „Hier sind relativ hohe Fördersummen zu haben“, so Thiele. Rund 70.000 Euro wolle man insgesamt für die Zuschüsse ausgeben, je nach Bewerbungslage könne man die Summe noch anpassen. Pro Projekt kann eine maximale Fördersumme von 15.000 Euro gewährt werden, es werden zehn bis maximal 50 Prozent der Gesamtkosten übernommen. Gesucht werden Projekte, die einen direkten Bezug zu einem der 17 Ziele der Vereinten Nationen für eine soziale, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Entwicklung haben.

Bewerben können sich auch hier alle Bürger, Vereine, Gruppen und Firmen aus Bühl. Bewertet werden die eingereichten Projekte auch bei diesem Programm vom Klimabeirat, dessen Förderempfehlungen werden dann im Gemeinderat beschlossen.

Beide Programme sollen dauerhaft verankert werden, kündigte Schnurr an: Man werde den Klimaschutzpreis ebenso wie die Nachhaltigkeitszuschüsse künftig jedes Jahr vergeben. Die Bewerbungsphase für die Programme startet am Donnerstag, 1. April, und dauert bis 30. Juni.

www.buehl.de/nachhaltigkeitsfonds

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Erstellt:
29. März 2021, 19:00 Uhr
Lesedauer:
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