Nachverdichtung in der Loffenauer Straße

Gernsbach (stj) – Auf dem Grundstück Loffenauer Straße 11 plant ein Bauherr aus Baden-Baden, zwei Mehrfamilienwohnhäuser zu errichten.

Das seit langem leer stehende Gebäude in der Loffenauer Straße 11 soll abgerissen werden. Auf dem Grundstück sollen zwei Mehrfamilienwohnhäuser entstehen. Foto: Veronika Gareus-Kugel

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Das seit langem leer stehende Gebäude in der Loffenauer Straße 11 soll abgerissen werden. Auf dem Grundstück sollen zwei Mehrfamilienwohnhäuser entstehen. Foto: Veronika Gareus-Kugel

Das auf dem Grundstück Loffenauer Straße 11 befindliche Gebäude steht schon seit längerer Zeit leer und soll abgetragen werden. Jetzt tut sich auf dem Areal in zentrumsnaher Lage eine neue Entwicklung auf: Ein Bauherr aus Baden-Baden möchte dort zwei Mehrfamilienwohnhäuser errichten. Mit der entsprechenden Aufstellung eines Bebauungsplans beschäftigt sich der Gemeinderat in seiner ersten öffentlichen Sitzung des neuen Jahres am Montag, 18. Januar.

Das Projekt Loffenauer Straße 11 erfolge in Anlehnung an die genehmigte Bebauung auf den Grundstücken Sandweg 4 und Scheffelstraße 14 (Villa Weber). Diese Nachverdichtung sei aus städtebaulicher Sicht zu begrüßen, heißt es in der Vorlage zur Sitzung am 18. Januar: „Der Bereich entlang der Loffenauer Straße wurde bisher nicht überplant. Aufgrund der recht inhomogenen Bebauung, der sich aus dem Verkehr auf der Loffenauer Straße ergebenden Belastung und der möglichen Abwicklung zumindest von Teilen des Verkehrs zu dem Grundstück über den Sandweg ist die Begleitung des Vorhabens durch die Aufstellung eines Bebauungsplans erforderlich.“

Höhere Parkgebühren: Zweiter Versuch

Im Hinblick auf die große Nachfrage nach Wohnfläche in dieser Lage sei ein öffentliches Interesse an der Planaufstellung gegeben, meint die Stadt und erläutert: „Da die zusätzlich ausgewiesene Grundfläche die Grenze von 20.000 Quadratmetern unterschreitet, sind in Verbindung mit dem Ziel der Nachverdichtung die Voraussetzungen für die Anwendung der Verfahrensvorschriften des Paragrafen 13a Baugesetzbuch gegeben.“

Dahinter versteckt sich das beschleunigte Verfahren, das die Stadt Gernsbach oft anwendet (etwa auf dem Pfleiderer-Areal oder am Sonnenrain in Scheuern).

Neben diesem vorhabenbezogenen Bebauungsplan der Innenentwicklung in der Loffenauer Straße 11 steht am Montag insbesondere die Einbringung des Haushaltsplanentwurfs und des Wirtschaftsplanentwurfs der Stadtwerke für das Jahr 2021 durch Bürgermeister Julian Christ im Fokus des Interesses. Zudem wird ein zweiter Versuch unternommen, die Parkgebühren zu erhöhen. Um die Einnahmesituation der Stadt zu verbessern, schlägt die Verwaltung vor, die Gebühr auf zehn Cent pro sechs Minuten (Mindestparkzeit) bis zur Höchstparkdauer von drei Stunden (drei Euro) zu erhöhen. Dies entspreche einer Gebührenerhöhung von 25 Prozent und führe zu jährlichen Mehreinnahmen von voraussichtlich 31.000 Euro, rechnet die Verwaltung vor. Mit Blick auf die nunmehr zehn Jahre zurückliegende letzte Erhöhung sieht sie dies als maßvolle Anhebung an. Für die Umstellung der Parkscheinautomaten und -uhren entstehen laut Stadt einmalige Kosten von circa 7.000 Euro.

Bürgerfragestunde, Bekanntgabe der in nicht-öffentlicher Sitzung und im elektronischen Verfahren gefassten Beschlüsse sowie Bekanntgaben und Anfragen runden den öffentlichen Teil der Sitzung ab. Sie beginnt um 18 Uhr in der Stadthalle Gernsbach (Badener Straße 1).


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