Naidoo-Stern: Debatte geht weiter

Rastatt (ema) – Der Rastatter Stern für Xavier Naidoo und kein Ende: Ex-Badner-Hallen-Chef Dieter Kersten meldet sich zu Wort. Im Internet startet eine Online-Petition.

Umjubelter Auftritt: Xavier Naidoo im Jahr 1999 im Rastatter Murgpark. Foto: pr

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Umjubelter Auftritt: Xavier Naidoo im Jahr 1999 im Rastatter Murgpark. Foto: pr

Die Debatte um die von der SPD angeregte Entfernung des Sterns im „Walk of Fame“ vor der Badner Halle für den umstrittenen Sänger Xavier Naidoo zieht weiter Kreise. Am Wochenende meldete sich der frühere Badner-Halle-Geschäftsführer Dieter Kersten zu Wort. Er hat nach eigenen Angaben einst den Stern aus Granit zu Naidoos Ehren fertigen lassen, dem Sänger überreicht und danach vor der Badner Halle legen lassen. Kersten schreibt: „Die Ehrung erfolgte (...) zu einem Zeitpunkt, als Naidoo in der Pop-Szene Deutschlands auf höchstem Niveau gefeiert wurde. Sicherlich hat sich Naidoo in letzter Zeit durch rechts orientierte Publikationen geoutet. Wenn aber heute (...) die Angelegenheit aus politischem Kalkül dazu benutzt wird, sich mit der Entfernung des Sterns persönlich zu profilieren, so ist das meines Erachtens kein gutes Zeichen für die Kulturgeschichte, die die Badner Halle mit Weltstars geschrieben hat.“

75 Personen unterzeichnen

Der Kulturmanager meint, dass es jedem Betrachter des Naidoo-Sterns unbenommen bleibe, sich sein heutiges Urteil über den damals gefeierten Musik-Star zu bilden und ihn – je nach Einschätzung – heute bedeutungslos ruhen zu lassen.

Unterdessen ist im Internet eine Online-Petition gestartet worden, die sich für den Erhalt des Naidoo-Sterns stark macht. Die Initiatorin, nach eigenen Angaben eine Rastatterin, meint, Naidoo habe damals die Würdigung für seine Musik bekommen und nicht für seine Meinung im Jahr 2020.

Bis gestern Nachmittag hatten 75 Personen die Petition im Internet unterzeichnet.

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Erstellt:
29. Juni 2020, 06:00 Uhr
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