Nationalpark-Besucherzentrum öffnet

Baden-Baden (vn) – Die Corona-Pause ist zu Ende: Acht Monate nach der Fertigstellung steht das neue Besucher- und Informationszentrum des Nationalparks Schwarzwald auf dem Ruhestein Besuchern offen.

Ganz schön wild hier: In der Ausstellung gibt es für die Besucher viel zu entdecken. Foto: Volker Neuwald

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Ganz schön wild hier: In der Ausstellung gibt es für die Besucher viel zu entdecken. Foto: Volker Neuwald

Ab Samstag, 12. Juni, beginnt auf dem Ruhestein der Regelbetrieb. Das Gebäude und die Dauerausstellung können dann endlich von der interessierten Öffentlichkeit besichtigt werden. Natürlich gelten eine ganze Menge zusätzlicher Regeln, denn die Pandemie ist noch nicht vorbei. Und Vorsicht: Es empfiehlt sich die Anreise mit dem Bus, da das Parken am Ruhestein nicht mehr kostenlos ist.
Auch beim Infoteam ist die Erleichterung groß. „Jetzt freuen wir uns auf unsere Gäste“, sagt die Leiterin Ursula Pütz. „Wir hoffen, dass das Nationalparkzentrum zukünftig noch viele Menschen begeistern wird und das Verständnis für unser Schutzgebiet und den Wert wilder Natur an sich vertiefen hilft.“ Das Infoteam stehe für alle Fragen bereit.

Es wird noch Einschränkungen geben. So können Tickets für die Ausstellung ab Freitag jeweils nur einige Tage im Voraus und ausschließlich online gebucht werden. Die Brücke der Wildnis kann vorerst nur im Rahmen eines Ausstellungsbesuchs betreten werden. Der Aussichtsturm, das Kino und der Raum der Stille bleiben bis zur endgültigen Entspannung der Lage geschlossen. Immerhin sind der Shop und die Gastronomie geöffnet.

Testbetrieb in Minimalvariante

Eigentlich hätte bereits im Dezember der Testbetrieb starten sollen, um Erkenntnisse zu sammeln, wie die Ausstellung von den Besuchern angenommen wird – und wie lange sie sich darin aufhalten. „Doch die Entwicklung der Pandemie machte den Plänen einen Strich nach dem anderen durch die Rechnung“, heißt es im Pressetext des Nationalparks. Von der ursprünglich geplanten dreimonatigen Test- und Evaluierungsphase blieb eine extrem verkürzte Minimalvariante übrig. „Seit Anfang Juni testen wir Haus und Ausstellung mit ausgewählten Kleinstgruppen“, wird Pütz zitiert. Das sei nicht nur als Technikprobe gedacht. Auch die Information, wie lange sich die Menschen durchschnittlich in der Ausstellung aufhalten, sei wichtig. „Nur so können wir die Taktung im regulären Betrieb planen. Allerdings geben uns diese paar Tage jetzt nur einen ungefähren Anhaltspunkt, deshalb planen wir vorsorglich großzügig Zeit ein und rechnen im Moment mit zweieinhalb Stunden pro Besuch.“

130 Menschen pro Tag können vorerst die Ausstellung besuchen, denn zeitgleich dürfen sich maximal 50 Personen in den Ausstellungsriegeln aufhalten. „Sollte sich herausstellen, dass die meisten Leute weniger Zeit benötigen, können wir die Taktung anpassen“, so Pütz.

Parkplätze nicht mehr kostenlos

Wer das Nationalparkzentrum und die Ausstellung betreten möchte, muss einen negativen Corona-Test oder die Nachweise über Impfung oder Genesenen-Status vorlegen. Das Deutsche Rote Kreuz wird am Samstag zwischen 10 und 15 Uhr mit einem mobilen Schnelltestzentrum vor Ort sein – und den Service bei Bedarf auch an den folgenden Wochenenden anbieten.

Ab Samstag startet auch das Veranstaltungsprogramm des Nationalparks wieder. Die Teilnehmerzahlen sind coronamäßig angepasst. Zu buchen sind die Veranstaltungen wie gewohnt online über das Formular auf der Webseite.

Pütz empfiehlt, die Anreise mit dem Bus zu planen. Von vielen Startpunkten im Tal fahren stündlich Busse zum Ruhestein. „Die Zahl der Parkplätze dort ist begrenzt – und ab dem 12. Juni ist das Parken dann auch kostenpflichtig. Wer mit dem Bus anreist, profitiert von einer Vergünstigung beim Ticketkauf“, wirbt die Leiterin des Nationalparkzentrums.

www.nationalpark-schwarzwald.de

Blick unter die Riegel: Der Außenbereich (hier der Zustand im Oktober 2020) ist künftig auch öffentlich zugänglich. Foto: Volker Neuwald

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Blick unter die Riegel: Der Außenbereich (hier der Zustand im Oktober 2020) ist künftig auch öffentlich zugänglich. Foto: Volker Neuwald

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BT-Redakteur Volker Neuwald

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Erstellt:
9. Juni 2021, 20:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 35sec

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