Naturverbunden, ortskundig und tierlieb

Gernsbach (ans) – Die neue Schulleiterin der Naturparkschule Hilpertsau, Susanne Drekopf, möchte viele naturnahe Projekte umsetzen.

Liebt Hunde, Wandern und die Natur: Susanne Drekopf ist seit Januar an der Naturparkschule Hilpertsau. Foto: Privat

Liebt Hunde, Wandern und die Natur: Susanne Drekopf ist seit Januar an der Naturparkschule Hilpertsau. Foto: Privat

Susanne Drekopf ist beschäftigt. Schnell eilt sie zum Eingang der Naturparkschule Hilpertsau. Vor der Tür wartet ein älterer Herr, der die Schulaufgaben für seinen Enkel abholen möchte. Die neue Schulleiterin versichert: „Die Aufgaben wurden für ihn mitgegeben. Das ist geregelt.“

Die gebürtige Kuppenheimerin soll im Mai offiziell zur Schulleiterin der Grundschule in Hilpertsau ernannt werden. Sie wurde allerdings bereits im Januar zur Rektorin bestellt und übt seitdem ihre Tätigkeit aus, teilt das Regierungspräsidium Karlsruhe auf Nachfrage dieser Zeitung mit.

Über 20 Jahre lang hat die 55-Jährige zuvor als Lehrerin an der Grundschule in Scheuern gearbeitet. „Ich hatte schon länger den Gedanken, mich für die Schulleitung zu bewerben“, berichtet Drekopf. Der Wechsel nach Hilpertsau habe mehrere Gründe: „Ich finde das Thema Unterrichtsentwicklung spannend. Als Schulleiterin hat man ganz andere Möglichkeiten, eigene Ideen voranzutreiben.“

Und davon hat sie jede Menge: „Ich möchte das Schulgelände naturnah gestalten.“ Sträucher und Kräuter pflanzen, Hochbeete bauen und das Blumenbeet neu anlegen, sind nur einige der Projekte, die sie bereits angestoßen hat. „Die Kollegen sind bereit, diese Ideen zu unterstützen, das ist wirklich toll“, meint die 55-Jährige.

Ihr Herz brennt für Sachthemen

„Sachunterricht war im Studium mein Schwerpunktfach. Mein Herz brennt dafür“, schwärmt die Rektorin. Daher sei der ausschlaggebende Grund für ihre Bewerbung gewesen, dass die Grundschule in Hilpertsau als Naturparkschule zertifiziert ist. Drekopf beschreibt sich selbst als „naturverbunden und ortskundig“. Schließlich komme sie aus dem Murgtal. Außerdem geht sie mit ihrer Hündin Inka regelmäßig wandern: „Ich liebe Hunde“, sagt die Schulleiterin lachend. Nach dem Lehramtsstudium in Köln habe es sie sofort zurück in die badische Heimat gezogen. An der Merkurschule in Ottenau absolvierte sie ihr Referendariat.

Die Tätigkeit als Schulleiterin ist eine ganz neue Aufgabe für Drekopf: „Scheuern ist eine kleine Schule. Da war ich zwar in vieles involviert und konnte als stellvertretende Schulleiterin in vieles reinschnuppern, aber das jetzt ist ein großer Unterschied.“ Besonders in den ersten Wochen sei Corona eine große Herausforderung gewesen: „Das kostet alle Kollegen viel Kraft und Geduld. Das hat mich überrollt.“ Für die Grundschüler sei die derzeitige Situation ebenfalls belastend. Auch Themen wie der Krieg in der Ukraine oder der Klimawandel beschäftigen die Kinder, weiß Drekopf. Sie seien zwar noch sehr jung, bekämen jedoch schon viel mit. Ihre Aufgabe und die des Bildungssystems sieht sie daher darin, den Schülern das Werkzeug mitzugeben, mit diesen Krisen umgehen zu können: „Das ist auch für das spätere Leben wichtig.“ Die Schule soll zudem ein „Ort, an dem sich alle wohlfühlen“ sein, betont Drekopf. Den Kindern einen Schutzraum bieten, in dem sie auch im sozialen Bereich Erfahrungen sammeln können und sich eingebunden fühlen, das sei essenziell für die weitere Entwicklung, unterstreicht die Schulleiterin.

Von ihren Kollegen fühlt sich Drekopf gut aufgenommen: „Besonders für die Unterstützung von Stephanie Hinkelmann, die die Schule übergangsweise geleitet hat, bin ich sehr dankbar.“

Ihr Autor

BT-Volontärin Anna Strobel

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Erstellt:
9. März 2022, 17:17 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 31sec

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